Ab jetzt: Mitwelt statt Umwelt

Mitwelt – mit diesem Wort begreifen wir uns als ein Teil der ganzen Welt: Der Welt der Menschen, der Tiere und der Pflanzen, ja sogar aller Art Organismen. Der Baum, der Wirsing, das Schwein, der Wurm, der Fisch, der Vogel, die Erdkröte, die Biene, die Schnake, die Kirsche, der Weizen, die Blume, die Koralle, das Krokodil, der Wolf – wer zählt die Arten und ihre Varianten! – sind Mitbewohner unseres Erdballs wie wir. Falsch: Sie sind mehr als das, durch sie können wir leben. Ohne sie gäbe es uns Menschen nicht.

Deshalb ist es höchste Zeit, unsere Sicht auf die Welt zu ändern. Indem wir selbst auch das Kleinste, das scheinbar Unwichtige als wichtiges Teil unserer Mitwelt sehen. Eine Mitwelt, die durch Vielfalt sich auszeichnet auf allen Ebenen. Lernen wir zu akzeptieren, dass ohne all diese Pflanzen, Tiere und sonstigen Organismen wir verloren wären.

Wir haben es weit gebracht als Menschen in einem furchterregenden Tempo, vor allem während der letzten 100 Jahre. Und haben dabei ungeheuerlich viel zerstört. Noch schlimmer: Es gibt Automatismen der Natur, die wir erst seit kurzem verstehen und die wir nicht – zumindest nicht kurzfristig – beeinflussen können. Umso wichtiger ist, dass wir uns vom Immer-noch-mehr als Wunsch verabschieden.

(©)    Hans-Werner Bunz                                                        Foto: Alter Wald © Helga Bunz

 

Veröffentlicht von hwbunz

Als professioneller Texter sind meine Themen: 1. Die Mitwelt, das sind wir Menschen in der damit verbundenen Naturvielfalt. Dazu gehören unsere Verhaltensweisen und unsere Aktivitäten zum Schaden wie zum Nutzen der Ökosysteme und ihrer Vielfalt. Dieses Spektrum umfasst Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. 2. Regionale Ess- und Lebensmittelkultur. Methoden der Lebensmittelerzeugung und der Lebensmittelnutzung. Die ethischen Grundlagen. Genuss und Lebensfreude. 3. Zivilisiertheit, also Bildung, Benehmen und Bewusstheit für Kulturerbe; Sinn für gutes Deutsch, Toleranz und sachliche Diskussionskultur. 4. Verantwortung übernehmen: die Mitwelt - wir Menschen sind ein Teil davon - schützen durch Achtsamkeit. Was letztlich heißt, sich selbst zurücknehmen.

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