Tag des deutschen Butterbrots – ein Tag zum Feiern?

Wussten Sie, dass es den Tag des deutschen Butterbrots gibt? Es ist der 27. September, heuer ein Freitag. Wie feiert man das? Naheliegend ist: mit einem wirklich guten Butterbrot. Die Basis kann nur ein sehr gutes, handwerklich erzeugtes Brot sein, am besten mit Mehl aus ökologischem Anbau, möglichst Demeter, Bioland oder Naturland zertifiziert. Und was kommt drauf? Na klar: Butter. Aber eine wirklich gute Butter sollte es sein, eine Butter aus dem Rahm der Milch weidender Kühe. Ich bevorzuge natürliche Sauerrahmbutter; die meine stammt aus dem Voralpenland und ist erhältlich im Bio-Laden meines Ortes. Braucht es mehr? Nein, vor allem, wenn die Butter nicht zu knapp bemessen ist. Zur Feier des Tags des deutschen Butterbrots werde ich an diesem Freitag die erste Scheibe vom Demeter-Holzofenbrot nur mit dieser Alpenmilch-Sauerrahmbutter bestreichen und Biss für Biss genießen. Danach gönne ich mir allerdings noch ein, zwei Scheiben mit hausgemachter Marmelade und Honig von „meinem“ nahen Imker. Ein Fest, das ich eigentlich täglich feiere. Ebenso mittags, hierbei allerdings mit vorzüglicher Wurst, Schinken und Käsesorten, alles natürlich ökologisch erzeugt.

Auf den Tag des deutschen Butterbrots hat mich – wie alle Mitglieder – die Geschäftsstelle von Slow Food Deutschland e.V. in Berlin hingewiesen mit einer Einladung zur Feier des Tages an diesem Freitag, den 27.09.2019,  von 17:30 – 21 Uhr im Hohenlohischen: in der Dorfkäserei Geifertshofen und deren Gasthaus „Ochsen“ in Bühlerzell. Auch wenn der Schatzmeiser von Slow Food Deutschland anwesend sein wird und das Chef-Alliance-Mitglied Maximilian Korschinsky kreative Aufstriche lehrt, auch wenn es Holzofenbrot gibt und wunderbare Käse der Käserei: Ich denke nicht daran hinzufahren! Denn klimabezogen gesehen wäre es Wahnsinn: mindestens 18 Liter Sprit für mindestens 22 € plus Luftverschmutzung durch Feinstäube und 325 km Reifenabrieb plus jede Menge CO2-Ausstoß und andere Auspuffgase plus 4 Stunden Autofahrt (Bühlerzell ist nur mit dem Auto zu erreichen). Das ist kein Butterbrot wert! Erst recht nicht, wenn man alles zuhause hat. Und wer’s nicht hat? Ganz einfach: Ein gutes Brot kaufen, ebenso eine gute Butter, alles öko natürlich, Stulle abschneiden – oder auch zwei – und üppig mit der Butter bestreichen, hineinbeißen und genießen! Und ab jetzt nur noch dieses gute Brot und diese gute Butter und anderes – bitte im Slow Food Sinne sauberes – Gutes verspeisen.

(©)   Hans-Werner Bunz                                          Foto: © Helga Bunz

 

Veröffentlicht von hwbunz

Als professioneller Texter sind meine Themen: 1. Die Mitwelt, das sind wir Menschen in der damit verbundenen Naturvielfalt. Dazu gehören unsere Verhaltensweisen und unsere Aktivitäten zum Schaden wie zum Nutzen der Ökosysteme und ihrer Vielfalt. Dieses Spektrum umfasst Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. 2. Regionale Ess- und Lebensmittelkultur. Methoden der Lebensmittelerzeugung und der Lebensmittelnutzung. Die ethischen Grundlagen. Genuss und Lebensfreude. 3. Zivilisiertheit, also Bildung, Benehmen und Bewusstheit für Kulturerbe; Sinn für gutes Deutsch, Toleranz und sachliche Diskussionskultur. 4. Verantwortung übernehmen: die Mitwelt - wir Menschen sind ein Teil davon - schützen durch Achtsamkeit. Was letztlich heißt, sich selbst zurücknehmen.

Ein Kommentar zu “Tag des deutschen Butterbrots – ein Tag zum Feiern?

  1. Da haben Sie recht – nicht hinzufahren! Gutes Brot mit mehreren Gewürzen u.a. Koriander gibt es in Dinkelsbühl – in einer kleinen
    Bäckerei – kurz vor dem Segringer Tor + ein paar Häuser entfernt vom Rathaus. Aber auch im „Brothaus“ – Großbäckerei vielmals
    in Franken mit Niederlassungen – wo das Mehl bezogen wird weiß ich allerdings nicht.

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