Bio-Konsum in der EU wächst – zumindest in 17 Ländern

Die neuesten Zahlen (Jahr 2021) zum Kauf von Bio-Lebensmitteln durch die Konsumenten zeigen in der aktuellen  BÖLW-Liste (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.) große Unterschiede bei den einzelnen Ländern, schon deshalb, weil nur 11 der im Jahr 2019 noch 28 EU-Länder ihre Statistiken konsequent führen; vier der restlichen 17 Länder haben noch Zahlen fürs Jahr 2018 gemeldet, die 13 anderen freilich kommen dem Melden der Daten offensichtlich ungenügend nach. Dadurch ist diese Statistik als Ganzes leider nur in Teilen aussagefähig. Deshalb habe ich mir erlaubt, nur jene Länder hier vorzustellen mit den aktuell jüngsten Daten –  also dem Jahr 2019  bzw. Jahr 2018:  Ersteres repräsentieren 13 Länder, darunter auch Deutschland und Großbritannien (verließ die EU offiziell in der 1. Minute des 1. Februar 2020); die Daten für 2018 bieten 4 Länder: also nur 17 der 28 Länder der Europäischen Union sind hier versammelt.

Was ist für die Käufer wichtig?
An 1. Stelle steht die artgerechte Tierhaltung (96%), gefolgt von naturbelassene Lebensmittel (94%), dann folgen regionale Herkunft (93%), gesunde Ernährung (92%); man fordert weniger Zusatz von Verarbeitungsstoffen & keine Pflanzenschutzrückstände (beide 90%). Überraschend ist, dass die Konsumenten Wert darauf leben, dass den Erzeugern ein faires Einkommen zugebilligt wird (89%). Erstaunlich ist durchaus, dass 84 % der Befragten Wert auf die Erhaltung der Biodiversität legen, hingegen für 81 % gentechnisch veränderte Lebensmittel ein „no go“ ist. Durchaus erstaunlich ist, dass 25% der Geschmack nicht so wichtig ist, 75% aber durchaus. Ebenfalls erstaunlich ist, dass 31 % die Erreichbarkeit der Lebensmittel, die Kaufstätte also, in ungewohnter Umgebung (Kaufstätte) (69%), alte Sorten und Tierrassen (64%), so Statista 2021, Januar.

Die neuesten Zahlen (Jahr 2021) zum Kauf von Bio-Lebensmitteln durch die Konsumenten zeigen in der aktuellen  BÖLW-Liste (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.) große Unterschiede bei den einzelnen Ländern, schon deshalb, weil nur 11 der im Jahr 2019 noch 28 EU-Länder ihre Statistiken konsequent führen; vier der restlichen 17 Länder haben noch Zahlen fürs Jahr 2018 gemeldet, die 13 anderen freilich kommen dem Melden der Daten offensichtlich ungenügend nach. Dadurch ist diese Statistik als Ganzes leider nur in Teilen aussagefähig. Deshalb habe ich mir erlaubt, nur jene Länder hier vorzustellen mit den aktuell jüngsten Daten –  also dem Jahr 2019  bzw. Jahr 2018:  Ersteres repräsentieren 13 Länder, darunter auch Deutschland und Großbritannien (verließ die EU offiziell in der 1. Minute des 1. Februar 2020); die Daten für 2018 bieten 4 Länder: also nur 17 der 28 Länder der Europäischen Union sind hier versammelt.

9,5 Milliarden Umsatz mit Bio-Lebensmitteln
Diesen Umsatz erzielte der Bio-Lebensmittelhandel im Jahr 2020 in Deutschland, das hieße pro Kopf der Bevölkerung im Jahr Ausgaben von 144 €; da aber viele Menschen keine oder nur hin und wieder Bio-Lebensmittel kaufen und konsumieren, sind die Umsätze von kontinuierlich Bio-Produkte Kaufenen um ein vielfaches höher.
2020 bewirtschafteten 35.413 Höfe in Deutschland 1.698.764 ha Fläche ökologisch. Die überwiegende Zahl der Bäuerinnen und Bauern setzten dabei auf Produkte eines Bio-Verbands. 67.598 ha stellten die Bio-Betriebe nach den besonders hohen Öko-Standards der Verbände um. Mittlerweile wirtschaften 13,4 % aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ökologisch.
3,8 % mehr Höfe kamen im Jahr 2020 hinzu. Die Bio-Flächen der Verbände summierten sich im Jahr 2020 auf 1.083.762 ha, die von 17.083 Höfen bewirtschaftet wurden. Öko-Landwirtinnen und -Landwirte, die ihre Betriebe nach der EU-Öko-Verordnung – und damit dem mit Abstand höchsten gesetzlichen Standard der Landwirtschaft – umstellten, trugen mit geschätzten 17.332 ha zu mehr enkeltauglichen Äckern, Obst- und Gemüsebau-, Wein- oder Grünlandflächen bei.

Bio-Ziele und Bio-Recht
Die EU setzte sich als Bio-Ziel von 25 % bis 2030 mit ihrer Farm-to-Fork-Strategie – ein Ziel, das erreichbar scheint. Damit in Zukunft genügend Höfe die Bio-Chance nutzen, muss allerdings die Politik ihre Signale geschlossen und entschieden auf Nachhaltigkeit stellen, so die Forderung der Verbände. Verkaufserlöse der Bio-Landwirtinnen und -Landwirte stiegen 2019 auf 2,49 Mrd. €. Insgesamt fuhren sie 5,5 % der Erlöse der gesamten Landwirtschaft ein.

Entscheidend für einen Systemwechsel ist auch,
– das neue Bio-Recht mit allen nachgelagerten Rechtsakten zukunftsfähig & fertig auszugestalten,
– die Öko-Forschung und -Entwicklung stärker auszubauen,
– die Absatzentwicklung heimischer Bio-Produkte und den Umbau der Tierhaltung insgesamt konsequent nach den Plänen der Borchert-Kommission voranzubringen.

Text: Hand-Werner Bunz, Foto: Design: Hans-Werner Bunz, Fotos: verschiedene Autoren

Veröffentlicht von hwbunz

Als professioneller Texter sind meine Themen: 1. Die Mitwelt, das sind wir Menschen in der damit verbundenen Naturvielfalt. Dazu gehören unsere Verhaltensweisen und unsere Aktivitäten zum Schaden wie zum Nutzen der Ökosysteme und ihrer Vielfalt. Dieses Spektrum umfasst Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. 2. Regionale Ess- und Lebensmittelkultur. Methoden der Lebensmittelerzeugung und der Lebensmittelnutzung. Die ethischen Grundlagen. Genuss und Lebensfreude. 3. Zivilisiertheit, also Bildung, Benehmen und Bewusstheit für Kulturerbe; Sinn für gutes Deutsch, Toleranz und sachliche Diskussionskultur. 4. Verantwortung übernehmen: die Mitwelt - wir Menschen sind ein Teil davon - schützen durch Achtsamkeit. Was letztlich heißt, sich selbst zurücknehmen.

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