Lust auf’s Spazieren, auf’s Wandern in exquisiter Umgebung?

Wir in Unterfranken haben es gut: Ganz in der Nähe, egal ob in der Aschaffenburger, Miltenberger, Main-Spessarter, Würzburger, Schweinfurter, Bad Kissinger, Rhön-Grabfelder, Steigerwälder oder Hassfurter Region: Siehe, das Schöne liegt so nah! Der schönen Landschaften gibt es gar soo viele! Denn neben den Naturschutz-Gebieten, gibt es auch Landschaftsschutz-Gebiete und FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitate). Und mit all diesen ist Unterfranken reich gesegnet: Schon die NaturschutzGebiete sind außergewöhnlich zahlreich mit ihrer stattlichen Zahl von 138 Gebieten. Damit sind sie mit Abstand die Nr. 1 in Unterfranken. Platz Nr. 2 belegen die 132 FFH-Gebiete und die Nr. 3 heißen LandschaftsSchutzgebiete: 46 gibt es von ihnen. Alles in Allem also stehen zur Auswahl 316 zauber- hafte, geschützte Landschaften, manche davon sehr groß, manche aber auch sehr klein.

Die kleinste geschützte Landschaft in Unterfranken ist das Naturschutzgebiet Grundwiese im Landkreis Bad Kissingen mit 2,32 Hektar (ha); doch auch das größte Naturschutzgebiet dieser Region findet sich in diesem Landkreis: Es sind die Kernzonen im bayerischen Teil des Biosphähren-Reservat Rhön mit stattlichen 2.104,22 ha.

Naturschutz – was heißt das im Detail?
Der Begriff umfasst Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, der Vielfalt der Arten, des Ökosystems und der Genetik sowie Maßnahmen zum Artenschutz & Ökosystem-Management. Naturschutz ist eine öffentliche Aufgabe, also eine Aufgabe des Staates und seiner jeweiligen Landesregierungen und deren Regionalorganisationen. Außer- gewöhnlich umfangreich mit 22.322,40 ha sind die unterfränkischen Naturschutz-Gebiete (Stand 31.12.2019); im Vergleich dazu verfügt das flächenmäßig etwas kleinere Oberfranken nur über 97 Naturschutzgebiete mit insgesamt 4.665,10 ha (Stand 31.12.2019).

FFH-Gebiet – was heißt das im Detail?
FFH-Gebiete sind Gebiete unter dem Schutz der Europäischen Union und bedeutet Flora-Fauna-Habitat*. Es dient zum Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten). Diese Gebiete sind Teil des Natura-2000-Netzwerks, das aus zusammenhängenden Schutzgebieten Europas entstehen soll. In Unterfranken gibt es neben den Naturschutz-Gebieten auch 132 Flora-, Fauna-Habitate mit einer Gesamtfläche von 180.687,17 Hektar. Darin sind enthalten alle bislang für Unterfranken ausgewiesenen FFH-Gebiete. Sie sind in der Summe um ein Vielfaches umfangreicher als die Naturschutz-Gebiete. Allerdings hat die EU ein Problem mit Deutschland: Man ist offenbar recht unzu-frieden mit dem deutschen Engegement für die Flora-Fauna-Habitate.

Und wie bzw. wodurch unterscheidet sich das Landschafts-Schutzgebiet?
Diese Gebiete sind rechtsverbindlich festgesetzt wegen der besonderen Schutzwürdig- keit ihrer Natur und Landschaft: Sie sollen erhalten werden und weiter entwickelt; sie sind außerdem regenerationsfähig und ermöglichen eine nachhaltige Nutzung ihrer Naturgüter. Schützenswert sind sie aber auch ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit wegen oder wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung, ebenso wegen ihrer Bedeutung für die Erholung. Dennoch gilt für sie eine geringere Schutzintensität. Wegen ihrer teils beachtlichen Größe haben sie jedoch eine wichtige Bedeutung im Schutzgebietssystem: So können Landschaftsräume erhalten werden, die für Naturschutz und Landschafts- pflege bedeutend sind, aber nicht die strengen Voraussetzungen eines Naturschutz- gebietes erfüllen. Insgesamt sind in Unterfranken stattliche 362.866,63 Hektar als Landschafts-Schutzgebiete gekennzeichnet und geschützt.

Rechnet man alle Schutzgebiete zusammen, sind in Unterfranken stattliche 565.876,20 Hektar geschützt. Bedenkt man die Fläche eines Hektar (ha) in Quadratmetern (m2), dann sind das bei einem Hektar schon 10.000 m2 (Quadratmeter) – und somit summieren sich die Flächen der drei Schutzgebiete auf knapp 5.659 km2 – weit mehr als die Hälfte der Fläche Unterfrankens mit seinen 8.531 km2.

Der besseren Übersicht wegen und der Mengen von Landkreisen und deren Schutzgebiete werden die einzelnen Landkreise mit ihren Schutzgebieten getrennt behandelt; innerhalb des Landkreises erscheinen die Schutzgebiete in der Reihenfolge a) jene unter Naturschutz, b) jene als FFH-Gebiete – die Flora-Faune-Habitate – und c) jene als Landschaftsschutzgebiete . Dort, wo der Autor aus eigener Anschauung vertiefende Kenntnisse hat, erlaubt er sich eine entsprechende Beschreibung.

Hinweis: Diese Seite ist gewissermaßen eine Einleitung zum Kennenlernen der Schutzgebiete Unterfrankens. Details dazu folgen auf vielen weiteren Seiten.

Autor: Hans-Werner Bunz Foto: Mohnblüte@Bäckerei Schiffer

2. Der Landkreis Schweinfurt: die 21 Naturschutzgebiete & 12 FFH-Schutzgebiete &
19 Landschaftsschutzgebiete
3. Der Landkreis Haßberge: die 15 Naturschutzgebiete & 21 FFH-Schutzgebiete &
4 Landschaftsschutzgebiete

4. Der Landkreis Bad Kissingen: die 16 Naturschutzgebiete & 17 FFH-Schutzgebiete &
2 Landschaftsschutzgebiete

5. Der Landkreis Rhön-Grabfeld: die 20 Naturschutzgebiete & 19 FFH-Schutzgebiete &
0 Landschaftsschutzgebiete

6. Der Landkreis Kitzingen: die 15 Naturschutzgebiete & 10 FFH-Schutzgebiete &
4 Landschaftsschutzgebiete

7. Der Landkreis Würzburg: die 12 Naturschutzgebiete & 15 FFH-Schutzgebiete &
6 Landschaftsschutzgebiete

8. Der Landkreis Main-Spessart: 15 Naturschutzggebiete & 21 FFH-Schutzgebiete &
2 Landschaftsschutzgebiete

9. Der Landkreis Miltenberg: 10 Naturschutzgebiete & 9 FFH-Schutzgebiete &
2 Landschaftsschutzgebiete

10. Der Landkreis Aschaffenburg: 14 Naturschutzgebiete & 8 FFH-Schutzgebiete &
7 Landschaftsschutzgebiete


*) lat. „habitare“ = wohnen

Veröffentlicht von hwbunz

Als professioneller Texter sind meine Themen: 1. Die Mitwelt, das sind wir Menschen in der damit verbundenen Naturvielfalt. Dazu gehören unsere Verhaltensweisen und unsere Aktivitäten zum Schaden wie zum Nutzen der Ökosysteme und ihrer Vielfalt. Dieses Spektrum umfasst Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. 2. Regionale Ess- und Lebensmittelkultur. Methoden der Lebensmittelerzeugung und der Lebensmittelnutzung. Die ethischen Grundlagen. Genuss und Lebensfreude. 3. Zivilisiertheit, also Bildung, Benehmen und Bewusstheit für Kulturerbe; Sinn für gutes Deutsch, Toleranz und sachliche Diskussionskultur. 4. Verantwortung übernehmen: die Mitwelt - wir Menschen sind ein Teil davon - schützen durch Achtsamkeit. Was letztlich heißt, sich selbst zurücknehmen.

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