Nichts gelernt in über 200 Jahren?

Die Erkenntnis, die Natur sei ein weltumspannendes Gewebe, ist über 200 Jahre alt: Es war Alexander von Humboldt*, der als Erster dies erkannte, bewies und formulierte: „In der großen Verkettung der Ursachen und Wirkungen darf kein Stoff, keine Thätigkeit isoliert betrachtet werden.“ Damit erfand er das „Netz des Lebens“, den Begriff der Natur, wie wir„Nichts gelernt in über 200 Jahren?“ weiterlesen

Wenn weniger mehr ist

Jetzt denken Sie: „Was für ein spinnerter Satz!“ Wirklich? 1 Gramm reines Gold ist mehr Wert als 1 kg Kartoffeln; andererseits: Wenn Sie 1 g reines Gold haben, aber furchtbaren Hunger, dann sind 1 kg Kartoffeln wesentlich sättigender. Es kommt also auf die Situation an, nicht auf den Wert. Nicht nur wir Deutschen haben nach„Wenn weniger mehr ist“ weiterlesen

Cittàslow in Franken – entschleunigt, mitwelt-, gast- & genussfreundlich

Im Jahr 1997, in der zweiten Hälfte des Oktobers, weilte ich kurz vor meiner offiziellen Gründung des Conviviums Mainfranken-Culinarium¹ in Orvieto. Und erlebte meine erste, mich sehr beeindruckende Slow Food Veranstaltung als Teilnehmer des Zweiten Kongresses der Internationalen Slow-Food-Bewegung (16.-19.10.). Im Herzen der Stadt fand er statt: auf dem Felsenhügel. Eine historische Örtlichkeit von wohl„Cittàslow in Franken – entschleunigt, mitwelt-, gast- & genussfreundlich“ weiterlesen

Eine Initiative für Menschen, Tiere und Pflanzen

Sie alle eint: Sie sind selten, die Menschen relativ, die Tiere und Pflanzen sehr. Die Menschen: von der Gesellschaft vergessene Jugendliche. Die Tiere: vergessene alte Rassen. Die Pflanzen: vergessene historische Arten und Sorten. Es war Marius Wittur, erfolgreicher Züchter Coburger Fuchsschafe und Bio-Quittenbauer, der zufällig den abseits gelegenen Hof mit Jahrhunderte alter Geschichte an der„Eine Initiative für Menschen, Tiere und Pflanzen“ weiterlesen

Günstig, gelb, gut – aber …

…jawohl – mitweltfeindlich, weil über 85 % mitweltfeindlich angebaut werden. Die Banane, genauer: die Dessertbanane (Musa x paradisiaca)1 essen wir Deutschen so gern wie niemand sonst – etwa die Hälfte aller nach Europa gelieferten verspeisen wir. 2018 insgesamt rund 1,25 Millionen Tonnen2, minimal weniger als 2017. Drei Länder vereinen 5/6 dieser Lieferungen auf sich: Ecuador,„Günstig, gelb, gut – aber …“ weiterlesen

Mitwelt-Feind Nr. 1: Plastik

Vor rund 70 Jahren startete die Massenproduktion von Kunststoffen – allgemein als Plastik bezeichnet. „Bis 2017“, so Forscher der University of California, wurden 8,3 Milliarden Tonnen (8 300 000 000 t) produziert. Meist nach kurzer Verwendung lagern 79 % = 6,5 Milliarden Tonnen (6 557 000 000 t) in der Mitwelt – an Land wie„Mitwelt-Feind Nr. 1: Plastik“ weiterlesen

Bio-Frankenwein: ein Hochgenuss

Frankenwein kommt nur aus dem bayerisch-fränkischen Weinbaugebiet. Mit rund 6.253 Hektar (2017) ist es unter den deutschen Weinlanden zwar nur mittelgroß, aber inzwischen hochrenommiert. Berühmt und typisch für diese Weinregion ist der Silvaner, vor allem der grüne Silvaner. Blauer, roter und gelber Silvaner gibt es auch: Sie sind selten und gelten alle als Weißweine, auch„Bio-Frankenwein: ein Hochgenuss“ weiterlesen

Ab jetzt: Mitwelt statt Umwelt

Mitwelt – mit diesem Wort begreifen wir uns als ein Teil der ganzen Welt: Der Welt der Menschen, der Tiere und der Pflanzen, ja sogar aller Art Organismen. Der Baum, der Wirsing, das Schwein, der Wurm, der Fisch, der Vogel, die Erdkröte, die Biene, die Schnake, die Kirsche, der Weizen, die Blume, die Koralle, das„Ab jetzt: Mitwelt statt Umwelt“ weiterlesen

Städter fördern Bauern: SoLaWi

SoLaWi bedeutet Solidarische Landwirtschaft. Im Prinzip das Gleiche, wenngleich im größeren Maßstab, ist auch die Genussgemeinschaft Städter und Bauern, maßgeblich initiiert von Münchner Slow Food Mitgliedern. Um was geht es? Im Grunde um Viererlei: 1. Ausschalten der weltweit agierenden Handelsorganisationen, 2. Fördern einer nachhaltig – also natur- und klimaschonend – arbeitenden, bäuerlichen Landwirtschaft, 3.Nicht ein„Städter fördern Bauern: SoLaWi“ weiterlesen

Wir gehören der Erde – nicht umgekehrt!

Die Spezies Mensch ist ein Produkt unseres Globus, der Erde. Somit sind wir Kinder der Erde. Wir sind gut geraten, aber inzwischen sind wir wie böse Buben: Wir machen alles kaputt. Yves Charles Zarka, Philosophie-Professor an der Pariser Université Sorbonne – Université Descartes, war wohl der erste, der „Wir gehören der Erde, nicht die Erde„Wir gehören der Erde – nicht umgekehrt!“ weiterlesen