Ackergifte verpesten unsere Atemluft

Keineswegs Harmloses belegte eine neue Studie, vorgestellt durch Bundes-Umweltministerin Svenja Schulze, veranlasst vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e.V. und dem Umweltinstitut München e.V., zum Thema „Eingesetzte Pestizide durch die konventionelle Landwirtschaft“: 138 (!) verschiedene Pestizide wurden gefunden! Durchgeführt wurde die Studie zwischen März und September 2019.

Ihre Ergebnisse aus Messungen an 163 Standorten in Deutschland sind durchaus erschreckend (siehe Standorte auf der Karte bei www.enkeltauglich.bio):
1. Kilometerweit durch die Luft verbreiten sich die Pestizide und ihre Abbauprodukte.
2. Bei rund 75 % der Standorte wurden jeweils zwischen fünf (5) und 34 Pestizidwirkstoffe sowie deren Abbauprodukte gefunden. Die Messstellen waren zwischen weniger als 100 Meter bis zu einem Kilometer von potentiellen „Quellen“ entfernt. Gemessen wurde in Städten und auf dem Land, in konventionellen und in Bio-Agrarlandschaften sowie in unterschiedlichen Schutzgebieten.
3. Die Daten seien mittels neu entwickelter Passivsammelgeräten, aus Filtermatten in Gebäude-Be- und -Entlüftungsanlagen sowie durch analysierte Bienenstöcke, insbesondere des „Bienenbrots“ für die Ernährung der Brut, und Baumrinden erhoben worden. Hinzu kamen Proben, eingeschickt von Landwirten, Imkern und Privatpersonen.
4. Glyphosat wurde, so die Studie, überall in Deutschland und weit entfernt potentieller Ursprungsäcker nachgewiesen. Selbst auf der Spitze des Brockens im Nationalpark Harz seien zwölf Pestizide nachweisbar.
5. Insgesamt wies man deutschlandweit 138 Stoffe nach; 30 Prozent (!) waren zum jeweiligen Messzeitpunkt nicht mehr oder noch nie zugelassen gewesen.
6. Nachgewiesen wurde auch, dass sich viele giftige Pestizide bis in die Städte und Nationalparks verbreiten.*
7. Ebenso wurde nachgewiesen, dass biologisch bewirtschaftete Äcker kontaminiert werden, was für die Ökolandwirte nicht unerhebliche Verluste bedeutet. Einen Fond dazu sollten die deutschen Pestizidhersteller durch 10 % ihrer deutschen Umsätze füllen, so die Agrarexperten Karl Bär (Umweltinstitut München) und Boris Frank (Vorsitzender „Bündnis enkeltaugliche Landwirtschaft e.V.“).
8. Das Umweltbundesamt (UBA) sieht in der Studie wertvolle und deutschlandweite Daten zur Verbreitung der Pestizide über die Luft. Gegenwärtig würden Pestizide nur auf Abstände bis 20 Meter in der Zulassung untersucht; weiter entfernt gefundene Konzentrationen wären zumindest unmittelbar keine Gefahr für Tiere und Pflanzen, da sie überwiegend deutlich unter dem lägen, was im Nahbereich zugelassen sei. Aber es sei durchaus denkbar, so UBA-Präsident Dirk Messner, „dass sich Wirkstoffe an anderen Orten kombinieren und als Cocktail auf Tiere und Pflanzen wirken.“

Der IVA (Industrieverband Agrar) als Vertreter der agrochemischen Industrie versuchte, die Ergebnisse kleinzureden: „künstlich aufgebauscht werde das Thema“, die Funde „offenbar selten“ und die nachgewiesenen Mengen „so minimal, dass sie für Mensch und Umwelt unbedenklich sind“.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hingegen sagte: „Wir wissen noch nicht, wie dieser Cocktail verschiedener Pflanzenschutzmittel wirkt,“  die Verbreitung kritischer Substanzen einzudämmen könne u.a. bei der Zulassung plus deutlich reduziertem Pestizideinsatz beginnen.

©.  Hans-Werner Bunz                                     Foto: Rapsfeld © Pixabay/Hans Braxmeier

Quellen: ZEIT ONLINE 29.09.2020, proplanta, http://www.enkeltauglich.bio

*) Der Autor ließ sich vor Jahren auf Glyphosat testen: Es wurde im Blut nachgewiesen, obwohl er weitestgehend Bio-Produkte verzehrt und Städter ist.
) Diese Aussage des Umweltbundesamtes ist für mich ein Stück weit zynisch: Für mitweltschädlichen Pflanzenschutz sollen Mensch, Tier und Pflanze die Pestizide goutieren, sie lägen ja unter ihrer Zulassungsschwelle!?

                                                             Siehe auch den Beitrag
                                                Kohlekraftwerke – die Klima-Killer

 

Gastronomen wagt mehr: Echt Regionales ist Zukunft!

DIE fränkische Küche gibt es nicht!
Hier wird fränkisch gekocht“ sollte man nicht vertrauen. Leider. Denn allzu oft missbraucht der Koch diese Aussage – entweder, weil er meint, Fränkisch heiße deftig und viel auf dem Teller, oder, weil er einfach nichts über Franken weiß und dann vom Schwein die flache Schulter, das Schäuferla (mittelfränkisch), mit Klößen auftischt: Beim Essen gibt es kein einheitliches „Fränkisch“ auf dem Teller. Schon allein, weil die fränkischen Landschaften verschieden sind, ebenso ihre Klimata, ihre Kulturen, Traditionen – und auch die  Dialekte, die heute nicht mehr so dominant sind wie einst.

Jetzt 80 Bio-Bauernhöfe & Bio-Handwerksbetriebe in Oberfranken

                                                                 Oberfranken
Oberfranken ist um 1.300 Quadratkilometer kleiner (rund 1/6 ) als Unterfranken. Doch die Zahl der Bio-Betriebe ist deutlich kleiner: immerhin 66 Betriebe, also rund 50 % der unterfränkischen; bezogen auf die Fläche wären 108,5 Betriebe Gleichstand. Allerdings bietet Oberfranken viele große, ja, auch sehr große Betriebe. Mit anderen Worten: In Oberfranken steckt noch ein hoffnungsvolles Potential. Der Bestand freilich ist lebendig, denn schon im Jahr 2008 war er gleich, jedoch gaben zwischenzeitlich einige Bio-Betriebe auf.

46,8 % der gesamten Gebietsfläche Oberfrankens wird landwirtschaftlich bewirtschaftet*; ein Drittel davon ist Dauergrünland; 40,1 % sind forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Die durchschnittliche Größe der bäuerlichen Familienbetriebe sind 29,7 ha; die aller Betriebe in Oberfranken pro Hof 31,2 ha – und damit nur gut 5 ha kleiner als die der unterfränkischen Bio-Betriebe (36,5 ha). Insgesamt ist die Zahl der oberfränkischen Betriebe seit 2008 kaum gewachsen: lt. Proplanta nur um 2 % (1 Betrieb). Ich konnte bislang 77 Betriebe entdecken, was im Vergleich der vier Regionen (Tauberfranken als Nr. 1, Unterfranken als Nr. 2, Hohenlohe/Schwäbisch Haller Land als Nr. 3) nur die 4. Platz erlaubt mit einem Bereich von 94 km² je Bio-Betrieb.

Laut BMEL-Statistik (2016) schrumpft bundesweit die Zahl bäuerlicher Betriebe, allerdings bewirtschaften sie immer mehr Hektar: 2019 waren es durchschnittlich 66 ha. Erfreulich das immer größere Interesse, konventionelle Betriebe in Bio-Betriebe umzuwandeln: lt. Umweltbundesamt bewirtschafteten 2019 nunmehr 34.110 Betriebe 1,622.103 Hektar Fläche, also 9,7 % bundesweit.

Wer sich und der Welt etwas Gutes tun möchte, für den ist öko-biologisch Erzeugtes die einzig richtige Wahl: sie vereint Wohlschmeckendes mit klimaverbessernder, CO 2 minimierter Atmosphäre und Gentechnikfreiheit. Der Bio-Bauer schützt
a) die Landschaft, greift
b) auf gentechnikfreies, oft traditionelles Saatgut zurück, erhält
c) die Fruchtbarkeit der Böden, regeneriert
d) sogar die ausgelaugten Flächen, wenn er solche aus konventioneller Bearbeitung übernimmt. Nicht minder wichtig ist Bio-Ökologie in der Tierzucht und -haltung: Nur sie gewährleistet ein weitgehend artgerechtes Leben der Tiere.

EU-Bio
ist die Mindestanforderung. Deutlich höhere Anforderungen stellen die Öko-Vereine: Bioland e.V., Demeter e.V., Naturland e.V.; sie vereinen wohl die meisten ökologischen Bio-Betriebe. Aber auch die kleineren Verbände wie Biopark e.V.Biokreis e.V., Ecoland e.V., Ecovin e.V., Gäa e.V. lassen mindestens 1 x im Jahr streng kontrollieren.

Siehe auch die Übersichten
Unterfranken
Tauberfranken
Hohenlohe

Alle nachfolgenden Texte sind recherchiert. Genutzt wurden verschiedene Quellen sowie die Webseiten der einzeln gegoogelten Bio-Höfe. Da und dort fehlten Informationen in den Listen, weshalb telefonisch bei den Betrieben nachgeforscht wurde. Die nachfolgende Liste wird immer wieder optimiert und auf den neuesten Stand gebracht. Genutzt wurden verschiedene Quellen wie
www.demeter.de, www.lfl.bayern.de/iab/landbau/159367/index.php,
*) http://www.tz-fichtelgebirge.de/upload/pdf_dateien/kulinarik/2012-10-29_GO_landwirtschaft.pdf, Seite 14;
) www.agrarbericht-2016.bayern.de/tabellen-karten/files/k5.pdf
sowie die Webseiten der Bio-Höfe Oberfrankens.
Hinzu kamen inzwischen auch die Verbesserungen/Ergänzungen der Erzeuger.

 

Oberfranken:  80 bäuerliche & handwerkliche BIO-Betriebe
Großartige Quellen für genussvolle Lebensmittel:
gut (Geschmack),sauber (Natürlichkeit), fair (kostengerecht)
Klima schonend, Böden heilend, Natur schützend, Vielfalt bietend
aktualisiert 02.03.2021

Aufsess/Neuhaus (91347
Naturland-Hof Heike Görl, Talstr. 36, Tel:  09274-909 649, Mail: heike.goerl@gmx.de, matthias.goerl@aelf-ba.bayern.de,  Man hält Coburger Fuchsschafe¹ und bietet eine Ferienwohnung (2-3 Personen) im renovierten Bauernhaus.                    ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Bad Berneck/Bindlach (95460)
EU-Bio-Hof Horst & Annette Lochmüller, Friedrichshof 51 (vor Neudorf zwischen 95463 Bindlach-Benk und Bad Berneck), Tel: 09273 5016611‬, Mail: biohof.lochmueller@freenet.de,     www.lochmuellersbiohof.de. Lochner’s Biohof ist reich an Tieren: Charolais-Rinder in Mutterkuhhaltung, Gänse, die weiden im Grünen, und ein paar Hühner für die Erzeuger selbst. Über den Sommer kommt auch gerne mal ein oder zwei Störche. Die Hofprodukte sind Weiderindfleisch (vom Jungrind/Färse, Ochse oder Rind) und Gänse als Ganzes – nur auf Bestellung, ausgenommen Frostware; genaueres erklärt die Webseite.

Bad Rodach (96476)
Bioland-Hof Jugenheimer GbR (Gerd & Robin), Großwalburer Str. 1, Tel: 95624-805570, Mail:  ju-gdbr@t-online.de. Marktfruchtbetrieb im Nebenerwerb. Der Betrieb umfasst 41,4 ha, davon 35 ha Äcker, 3 ha Dauergrünland, 3,4 ha Wald. Fruchtfolge Kleegras, Dinkel/Emmer, Sommergerste/Hafer-Wicken-Gemenge, Erbsen, Winterweizen, Nackthafer/Hafer. 75% des Dinkels „Bauländer Spelz“ wird als Grünkern geerntet und über einen benachbarten Bioland-Betrieb vermarktet. In Kleinmengen werden auch Senf, Buchweizen und Schwarzhafer angebaut und vermarktet.

Bioland-Hof Knauf Warenvertrieb GbR, An der Wied 4, Tel: 09564-4532, Mail: familie@biolandhof-knauf.de, www.biolandhof-knauf.de. Der Betrieb ist spezialisiert auf den Anbau von Getreide und Urgetreide. Direktvermarktung ab Hof und via Webseite mittels Online-Shop. Als Service kann man sich erstmal ein Probierpaket aussuchen aus 12 verschiedenen Mischungen; die Kosten – je nach Auswahl – reichen von € 12,50 – 24,50/Packet. Doch auch einzelne Produkte kann man kaufen: 1 kg € 2,50 – 4,10.

EU-Bio-Imkerei Antje Reinhardt, Bergstr. 1, Tel: 0159-08416441, Mail: aureinhardt@t-online.de. Direktvermarktung ab Hof: Verschiedene Sorten Bio-Honig eigener Bienenvölker, ebenso Bienenwachs. Je nach Verfügbarkeit auch Bienenvölker für Interessenten.

Bad Staffelstein/Krögelhof (96231)
Bioland – Der Krögelhof, Nicole & Klaus Gründel, Nr. 8, Tel: 09573- 34856, www.derkroegelhof.de. Der 100,5 ha große Betrieb (Äcker 46 ha, Dauergrünland 37 ha, Wald 15 ha, Heckenstreifen 2,5 ha) mit seiner Fruchtfolge von Kleegras (3jährig), Hafer, Winterweizen/Hafer/Braugerste/Einkorn, Wintererbse/Triticale-Gemenge, Roggen/Einkorn, Landsberger Gemenge verfügt auch über 40 behornte Milchkühe im Tretmist- und Tiefstreustall mit Nachzucht; die Kühe produzieren mit dem hofeigenen Futter pro Jahr und Kuh 6.700 Liter Milch. Direktvermarktung per Hofladen (Mi 9-18 Uhr plus per mobiler Hofladen in Hirschhaid Do 9-Ausverkauf, in Bad Staffelstein Fr 9-Ausverkauf) von Brot aus eigenem Roggen & Einkorn, gebacken im eigenen, holzbeheizten Ofen; zusätzlich auch regionale Produkte anderer Erzeuger.

Bad Steben/Obersteben (95138)
Bioland-Frankenwaldhof, Familie Rank, Bachwiesenstr. 68/70, Tel: 09288-6848, 0175-9743863, Mail: info@frankenwaldhof.de, www.frankenwaldhof.de. Neben Ackerbau – vor allem Anbau von Brotgetreiden und Heu – betätigt man sich auch als Feriendomizil. Die Kunden fürs Getreide sind Mühlen, die kräuterreichen Heuballen lieben regionale Pferde- und Rinderhalter. Mitweltfreundlich ist die eigene Energieproduktion durch Sonnenstrom und Hackschnitzelheizung. Außerdem bietet der Hof 6 Ferienwohnungen im eigenen Gästehaus.

Bad Steben/Schleeknock
Demeter-Hof Renate & Hilmar Degel, Nr. 3, Tel: 09288-7662, www.100prozenthof.de. Man hält Rinder und Schweine, baut Getreide und Kartoffeln an. Die Tiere haben Auslauf nach draußen und werden mit eigenem Getreide, Heu, Stroh und – die Schweine – auch mit Kartoffeln gefüttert. Die Felder erhalten als Dünger nur den Mist der Tiere und pflanzliche Demeter-Präparate. In der eigenen Backstube, dem Herz des Hofes, werden Bauern- und Dinkelbrote, Baguettes und Brötchen aus eigenem Mehl (und Natursauerteig) auf Stein gebacken, so viele, dass auch viele Naturkostläden in der Region beliefert werden – auch mit den Schinken-, Speck- und den 15 Wurstspezialitäten. Der Hofladen ist Dienstag & Donnerstag 14-18 Uhr geöffnet.

Bamberg (96047/..49/..50/..52)
Demeter-Bäckerei Schüller, Inh. Maria Schüller, Otto-Str. 12, Tel: 0951-23756, Mail: info@baeckerei.de, www.baeckerei.de. Die Traditionsbäckerei ist nunmehr in der 5. Generation im Besitz der Familie. Tradition ist auch, dass man an 2 Tagen in der Woche (Freitag, Samstag) zusätzlich auch auf dem Bamberger Markt in der Hauptwachstraße präsent ist. Berühmt sind die gesappelten Vollkornbrote, die dunklen Bauernbrote und die Dinkel-Vollkornbrote.

Bioland-Schaf- & Ziegenhof Lips, Hans-Jürgen, mit Bauernlädla, Die Bergner 4, Tel: 0951-55151, Mail: h.j.lips@freenet.de. Der Hof ist auch ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof. Neben Lamm- und Zickleinfleisch bietet der Hofladen – das Bauernlädla – auch eigene Wurstwaren und Schinken sowie hausgemachte Dinkelnudeln aus eigenem Getreide, Marmeladen, Chutneys, Dörrobst und Apfelessig. Außerdem von anderen Bio-Betrieben Kartoffeln, Gemüse, Obst, Milch, Käse, Honig und Eier.

Naturland – Mussärol Bamberger Kräutergärtnerei, Gertrud Leumer, Nürnbergerstr. 86, Tel: 0951-22023, Mail: leumer@biokraeuter.info, www.biokraeuter.info. Umfangreich ist das Angebot dieser außerhalb der Gärtnerstadt liegenden Gärtnerei: Aufstriche, Chutneys, Gurken, Kartoffelsorte Bamberger Hörnla¹, Kräuter, Kürbisse, Pesto, Topfkräuter, Tomaten, Zucchini. Öffnungszeiten: Mi 14-18, Fr 10-18, Sa 9-14 Uhr und nach Vereinbarung (Mitte April – Mitte Oktober).             ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Bioland-Gemüse Sebastian Niedermaier, Mittelstr. 42, Tel: 0176-70701545, Mail: info@sebastian-niedermaier.de, www.sebastian-niedermaier.de. Direktvermarktung ab Hof Di, Sa 09-13, Mi, Fr 14-19 Uhr. Das Angebot ist in seiner Vielfalt überwältigend: 30 Gemüsearten und -sorten, darunter auch Bamberger Hörnla¹ und Bamberger Wirsing¹, aber auch so seltenes Gemüse wie Zuckermais, Eissalat, Rukola und gelbe Bete.                   ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Bayreuth (95448) 
Demeter-Hof Reinhold Berger, Thiergärtner Str. 54; der Nebenerwerbsbetrieb baut Feldfrüchte an wie Gerste, Dinkel, Leindotter, Sommer-Emmer, Waldstaudenroggen, Mohn, Kleegras, Roggen und Kartoffeln. Auf einem kleinen Ackerstreifen auch Gemüse: Möhren, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Kürbis, Salat sowie Ringelblumen (gut gegen Husten). Der Hofladen ist geöffnet Mo 12-18:30, Do 16-18:30 Uhr – und nach Vereinbarung.

Berg/Geiersberg (95180)
Bioland-Hof Monika Haug, Nr. 2, Tel: 09293-1495, Mail: monika_haug@gmx.net. Masthähnchen und Erdbeeren sind die Standbeine des Hofs, im Spätherbst kommen auch Christbäume dazu, sie alle werden verkauft per Direktvermarktung.

Bindlach (95463)
EU-Bio-Hof Küfner & Naiser GbR, Am Bahnhof 5, Tel: 09208-655850, Mail: mkuefner@web.de. Seit 2004 wird der Milchviehbetrieb von der Betriebsgemeinschaft der Familien Küfner und Naiser bewirtschaftet. Der Hof umfasst 174 ha (Äcker 85 ha, Dauergrünland 80 ha, Wald 9 ha). Im dreihäusigen Liegeboxenstall mit Einstreu-Tiefboxen und integriertem Laufhof finden die 165 Milchkühe der Rasse Fleckvieh Platz, ebenso im 20er Melkkarussell. Die Nachzucht ist im alten Stallgebäude mit Auslauf untergebracht. Die Milch übernimmt die Käserei Coburg. Gefüttert wird eine raufutterbetonte Teilmischration (Getreideschrot, Silage, Heu, eiweißreiche Erbsen, Raps, Soja), Kraftfutter gibt es zusätzlich im Melkkarussel.

Bischberg (96120)
EU-Bio-Trosdorfer Landbäckerei GmbH, Bürgermeister-Wachter-Str. 1, Tel: 09503-500050, Mail: info@trosdofer.de, www.trosdorfer.de. In 5. Generation werden die Brote gebacken nach alter Tradition: Steinofenbrot, Roggen-Vollkornbrot, ballastsfoffreiches Volkornbrot; Zutaten sind nur Roggenmehl-Sauerteig, Weizenmehl, Kümmel, Salz, Wasser. 

Buttenheim (96155)
Naturland-Hof Behr, Baptist & Christine Behr, Marktstr. 20, Tel: 09545-509316, Mail: info@biohof-behr.de, www.pferdehof-behr-buttenheim.de. Der Betrieb verfügt über 105 ha Land, darunter 50 ha Äcker und 55 ha Weideland. Auf den Ackerflächen werden u.a.  Weizen, Dinkel, Roggen, Einkorn und Emmer angebaut. Die 15 Mutterkühe, ihr Nachwuchs und 2 Bullen leben in der warmen Jahreszeit ausschließlich auf den Weiden, im Winter jedoch im Stall. Direktvermarktung für Getreide direkt ab Hof, bei frischem Rindfleisch nur an bestimmten Terminen nach vorheriger Absprache.

Coburg (96450)
Demeter-Gärtnerhof Callenberg, Callenberg 12a, Friederike & Dietrich Pax, Tel: 09561-62623, Mail: info@gaertnerhof-callenberg.de, www.gaertnerhof-callenberg.de, ist ein Demonstrations-Betrieb für ökologischen Landbau. Eine Schafherde und der Gemüseanbau sind die Schwerpunkte des Betriebs: 35 Gemüsekulturen werden angebaut und vermarktet über den Hofladen (er bietet ein umfangreiches Angebot vielerlei Produkte) auf dem Gelände der Rudolf-Steiner-Schule und das Öko-Kisten-Konzept. Hinzu kommt eine hofeigene Backstube, die täglich frisches Brot und Brötchen bäckt. Darüber hinaus engagiert man sich auch fürs Erhalten alter Nutztierrassen, weshalb man selbst Coburger Fuchsschafe¹, Altsteirer Hühner und Altbayerische Landgänse hält.                            ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Ebensfeld (96250)
Bioland-Hof Bernhard Storath, Untere Str. 46, Tel: 09573-5133, Mail: storath@gmx.de. Neben dem Anbau von Getreiden und Kartoffeln hält man auch Legehennen und Geflügel. Der Hofladen (geöffnet Do, Fr 16-18, Sa 9-11 Uhr) bietet Brot und Backwaren aus eigener Erzeugung sowie Eier, Geflügel, verschiedene Getreidearten und Kartoffeln verschiedener Sorten. Außer den eigenen Produkten aber auch verschiedene Käsesorten, Milch und andere Molkereiprodukte sowie ein Naturvollkost-Sortiment, saisonales Obst, Säfte und Weine.

Ebensfeld/Draisdorf
Bioland-Schmiedehof Ralf Billinger, Zur Linde 14, Tel: 09573–31622, Mail: rudolf31622@aol.com, Anbau von Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Buchweizen) und Kartoffeln,. Die Streuobstwiesen bieten Äpfel, auf den Weiden leben die Rinder, zwischen November und März jedoch in einem Laufstall. Hinzu kommen noch Schweine, die in Gruppen gehalten werden und freien Auslauf haben. Direkt vermarktet via Hofladen (nur nach tel. Voranmeldung) werden sowohl Weiderindfleisch als auch Schweinefleisch und -Wurstwaren sowie Brot von eigenen Mehlen, dies freilich nur freitags ab 18.00 Uhr. Der Hof ist auch auf dem Bauernmarkt, Im Steinweg, Sa 8.00 – 13.00 Uhr, aktiv und präsent.

Ebern/Bramberg (96106)
EU-Bio-Hof Rainer Schauer, Triebweg 2, Tel: 09534-173388, Mail: info@angushof-schauer.de, https://angushof-schauer.de. Die Angus-Rinder weiden von April bis Dezember, von Januar bis Ende März sind sie in einem Laufstall ohne Anbindung. Die Tiere erhalten als Futter die Gräser der Weiden, im Winter bekommen sie eigen erzeugtes Heu, Grassilage und Stroh, ergänzt durch zugekauftes Mineralfutter und Malzkeime der Bamberger Traditionsbrauerei „Schlenkerla“. Der Festmist des Laufstalls wird als Dünger für Äcker und Wiesen genutzt. Die Kälber in Mutterkuhhaltung trinken 10 Monate die Milch ihrer Mutter, wobei die Abkalbung im Winter erfolgt. Als Fersen werden sie mit 15 Monaten in die Herde integriert und vom Bullen gedeckt. Auch die Jungbullen trennt man nach 10 Monaten von der Mutter; sie bleiben bis zur Schlachtreife (18- 24 Monate) als eigene Gruppe den Sommer über auf der Weide und nicht im Stall. Geschlachtet (in einem nahen Schlachthof) wird gewöhnlich 1 Jungbulle im Monat, das Fleisch reift dann ca. 14 Tage bei der Metzgerei Schoppel in Frickendorf, die auch das Fleisch portioniert. Das Angebot als Direktvermarktung zeigt die Webseite des Bauernhofs.

Ebnath/Hermannsreuth (95683)
Demeter-Hof Köstler, Nr. 7, Tel: 09234-1083, Mail: koestlers-bauernhof@gmx.de, www.koestlers-bauernhof.de. Der Bauernhof hält um die 20 Mutterkühe plus einen Bullen plus die Kälbchen während der warmen Jahreszeit auf der Weide, die Hühner legen die Eier und der Hahn bewacht sie, biodynamisch angebaut werden Getreide, Gemüse und Kartoffeln. Gedüngt wird mit hofeigenem, reifen Kuh-Dung. Ein konsequenter, vielfältiger Fruchtwechsel und das Respektieren des Bodenlebens sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum. Zur Landschaftspflege werden Kamerun-Schafe eingesetzt. Über den Hofladen werden die vielen eigenen Produkte direkt vermarktet: immer am Freitag 08-18 Uhr.

Eckersdorf (95488)
Bioland-Hof Hans-Erhard Keller, Kanzleistr. 12, Tel: 0921-30763, Mail: hans-erhard.keller@t-online.de. Angebot werden verschiedene Sorten von Kartoffeln; als Tiere sorgen Milchrinder für frische Milch und Hühner für Eier. Der eigene Hofladen ist täglich von 8-20 Uhr geöffnet. Der Hof ist außerdem auch als Erlebnis-Bauernhof zertifiziert.

Frensdorf/Abtsdorf (96158)
Bioland-Hof Mohl, Nr. 14, Tel: 09502-1426, Mail:  biolandhofmohl@gmx.de, www.biolandhofmohl.de. Angebaut werden Feldgemüse wie Gelbe Rüben, Pastinaken, Rote Beete und Hokkaido-Kürbisse sowie Kartoffeln von Frühkartoffeln über mehlige und festkochende – auch Bamberger Hörnla¹ und Rote Emmalie. Außerdem gibt’s auch Dinkel, Weizen und Roggen. Direktvermarktung wochentags nach tel. Vereinbarung.                  ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Bioland-Hof Andreas Ziegler, Nr. 29, Tel: 09502-1032, Mail: az-abtsdorf@gmx.de.
Direktvermarktung von frischen Eiern, Frischgemüse wie Tomaten, Zucchini, Bohnen, aber auch Lagergemüse wie Zwiebeln, Möhren, Kohlsorten, Kartoffeln (frühe & späte Sorten), Mangold und vieles mehr. Außerdem auch Getreide (Roggen, Dinkel, Weizen u.a.) und Naturkost. 

Gräfenberg/Lilling (91322)
Bioland-Hof Franz Friedrich, Nr. 10, Tel: 09192-7774, www.biohof-friedrich.de. Man bearbeitet eine der weltweit größten Anbau-Flächen für Bio-Hopfen. Am Rande der Fränkischen Schweiz gelegen zählt der Hof dennoch zur südlicheren Hallertau. Man bietet 10 traditionelle Hopfen-Sorten, drei fruchtaromatische Sorten und drei Verarbeitungsformen: Naturdolden-Hopfen, 5-kg-Vakupaks in Folie, Pellets Typ 90 – 5 kg in Folie.

Großheirath/Gossenberg (96269)
Demeter-Zeidlerhof – Bio-Imkerei Manuela & Robert Müller, Ziegelsdorfer Str. 1, Tel: 09569-1413, Mail: demeter@bioimkerei-zeidlerhof.de, https://bioimkerei-zeidlerhof.de. Die Imkerei ist seit 30 Jahren aktiv und seit 2003 Demeter-zertifiziert; ihre Bienen sind die Produzenten der Honigsorten: Frühjahrsblüte, Sommerblüte, diesen auch mit Linde, Wald- mit Blütenhonig, Waldhonig sowie Bienenwachs und Propolis; alle Produkte werden direkt vermarktet.

Hallerndorf (91352) 
Bioland-Hof Markus Nagengast, Bergstr. 18, Tel: 09545-359064, Mail: info@biolandhof-nagengast.de, www.biolandhof-nagengast.de. Der 200 ha große Hof baut vor allem Dinkel, Emmer, Weizen und Goldhirse sowie Linsen, Kleegras und glutenfreier Buchweizen an. Hinzu kommen noch die Samen für die kalt geprssten Öle Hanf-, Lein-, Leindotter-, Mohn-, Raps- und Schwarzkümmel. Die Bodenpflege sind ökologische Mittel, darunter auch organisscher Dünger. Unkräuter werden mechnisch oder per Hand „bekämpft“. Die Öle presst eine eigene Ölpresse, die Abfüllung geschieht per Hand. Ab Hof können sie gekauft werden freitags 16-19 Uhr oder online per Mail.

Hallerndorf/Willersdorf
Naturland-Hof Georg & Nicolas Rittmayer GbR, Nr. 18, Tel: 09195-94730, Mail: naturlandhof@rittmayer.com, www.rittmayer.com. 113 ha groß ist der Hof, wovon 69 ha Äcker sind, 23 ha Dauergrünland, Wald 11 ha und Teiche 10 ha. Vom Grünland ernähren sich die 18 Mutterkühe (Limousin & Pinzgauer) mit ihrer Nachzucht. In den Teichen im Aischgrund werden Spiegelkarpfen gehalten und gemästet. Auf den Ackerflächen wachsen 2-jähriges Luzerne-Kleegras, Winterweizen/Dinkel/Winterroggen, Triticale/Winterroggen, Erbse/Lupine, Winterweizen/Dinkel/Winterroggen als Fruchtolge, hinzu kommen Zwischenfrüchte. Die Kühe und Kälber leben winters in einem großen Tiefstreu-Laufstall. Die zweijärigen Aischgrüner Karpfen schwimmen in sieben Teichen, der Besatz ist den natürlichen Bedingungen angepasst; hofeigener Getreideschrot und Heu nährt das Plankton, von dem sich die Fische ernähren. Schleie, Hecht und Waller selektieren auf natürliche Weise. Die Fische werden auf dem Hof geschlachtet und per Direktvermarktung und eigene Gastronomie verkauft.

Helmbrechts (95233)
ByBio Naturfeinkost, Presseker Str. 2, Tel: 09252-358344, Mail: bybio@bioladen-helmbrechts.de, https://bioladen-helmbrechts.jimdofree.com. Geöffnet Mo 09-18,  Di 13-18, Mi 09-14, Do, Fr 09-18, Sa 09-12:30 Uhr. Neben dem Verkauf weitgehend regionaler Lebensmittel bietet man auch einen Geschenkkörbe-, Bio-Kisten- & Servierplatten-Service an.

Helmbrechts/Buckenreuth
Bioland-Hof Buckenreuth, Nr. 3, Tel: 09222 990711, Mail: sebo-agrar@gmx.de. Familie Ott betreibt schon seit 25 Jahren Bioland-zertifiert ihren Hof mit 170 ha, wovon 115 ha Äcker sind, 35 ha Dauergrünland und 10 ha Wald. Ackerbau und Getreidehandel sind ihr Geschäft; neben dem Anbau auf eigenen Flächen bewirtschaftet man auch Ackerflächen anderer Betriebe unter dem Namen „Sebo-Agrar“. Angebaut werden: Kleegras (1-jährig & 2-jährig), Dinkel, Kresse/Leindotter, Hafer, Buchweizen, Erbsen, Emmer (ein Getreide) mit Untersaat Kleegras, ebenso Roggen & Hafer. Hinzu kam 2014 ihr Ökohandel „sonatur-biogetreide GmbH & Co. KG“ als Vermarkter mit allem, was dazu gehört, auch die Lagerung. Wer Lust hat, einmal Urlaub auf dem Bauernof zu genießen: Bei Otts ist es möglich.

Höchstädt/Braunersgrün (95186)
Bioland-Hof Sauerbrey, Nr. 8, Tel: 09235-318, Mail: info@biohof-sauerbrey.de, https://biohof-sauerbrey.jimdofree.com. Auf 60 % der Fläche des Hofes wird Speisegetreide angebaut, 15 % sind Stickstoff fixierende Grünbrachen, also unbewirtschaftet, 15 % liefern das Grünfutter für die Ochsen und auf 10 % werden die Körnerleguminosen erzeugt. Vielgliedrige Fruchtfolgen fördern die Bodengesundheit und den Humusaufbau. Mit Rindermist der Ochsen, den Grünbrachen und Leguminosen sorgt man für eine natürliche Düngung der Felder.

Hollfeld/Treppendorf (96142)
EU-Bio-Erlebnis-Bauerhof Schrenker, Alexander Schrenker & Alexandra Woithe, Nr. 5, Tel: 0176-63809762, Mail: alexandraschrenker@gmx.de, http://www.bio-erlebnishof-schrenker.de. Das Ehepaar lebt mit seinen 2 Kindern, Hund, einigen Pferden und Ponys, die einen Offenstall haben; auch einige Ziegen leben auf dem Hof, der umgeben ist von einem schönen Stück Natur; ein Idyll für die Pferde, die unter den Bäumen weiden. Der Hof ist ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof.

Igensdorf (91338)
Bioland/Demeter/Naturland-Geflügelhof Schubert, Ebacher Str. 1, Tel. 09192-8303, Mail: info@gefluegelhof-schubert.de, www.gefluegelhof-schubert.com. 100 ha groß ist der Hof von Peter Schubert und wird nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Davon profitiert auch das Geflügel: es ernährt sich von regionalen Leguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen, Sojabohnen und Linsen. Die Aufzucht der Junghennena erfolgt nach den Demeter-, Bioland- und Naturland-Vorschriften, deren Einhaltung jährlich geprüft wird. In den Herden leben Hennen mit Gockel in einem Geflügellaufhof (Stall, Wintergarten, Grünauslauf). Die befruchteten Eier „brütet“ die Öko-Brüterei Hockenberger, Eppingen, aus und transportiert die Kücken nach dem Schlüpfen zurück auf den Hof; denn auch die männlichen Tiere werden aufgezogen. Nach 8 Wochen separiert, leben sie 4-5 Monate bis zur Schlachtung. Das Produktionsprogramm wird ergänzt durch eine vielfältige Eiernudelproduktion. Suppenhennen sind tiefgekühlt erhältlich oder werden zu Hühnerfond verarbeitet. Die Direktvermarktung geschieht über den eigenen Hofladen im Ortsteil Unterrüsselbach, der auch Produkte anderer Bio-Erzeuger anbietet.

Itzgrund/Büdenhof (96274)
Biokreis-Büdenhof, Sascha Laufmann & Julika Gerlach, Nr. 1, Tel: 0151-21663542, Mail: info@buedenhof.de. Der Hof mästet Bauernenten der Rasse Peking-Ente aus ökologischer Tierzucht zur Schlachtreife. Die Tiere haben täglichen Zugang zu Kräuterwiesen mit viel Grünfutter sowie auf einen Frischwasser-Weier von 2.000 qm. Schlachtreif wiegen sie zwischen 2,5 & 3,5 kg. Direktvermarktung: Gebeten wird um rechtzeitige Vorbestellung. Als Service bietet man ein fertig vorbereitetes Entenmenü für 2 bzw. 4 Personen, zuhause muss es nur noch fertig gekocht werden.

Itzgrund/Merkendorf
EU-Bio-Gut Merkendorf, Horst Porzelt GdbR, Nr. 3, Tel: 09533-981083, Mail: info@gut-merkendorf.de, http://www.gut-merkendorf.de. Die ganze Familie – von Großeltern bis (erwachsenen) Enkeln, insgesamt 8 Personen – plus Freunde und Auszubildende bilden die Mannschaft des Hofs. Neben aller Wirtschaftlichkeit ist der Hof auch ein Lern- und Erlebnishof für Kinder. Als Tiere werden Rinder als Milchlieferanten gehalten, gefüttert vorwiegend mit hofeigenem Futter oder Weidegras; eine Futter-Mist-Kooperation besteht zu beiderseitigem Nutzen mit Bio-Ackerbau-Betrieben der Region. Die Milch der Kühe, die auch auf der Weide zeitweise leben, verarbeitet das Milchwerk Oberfranken West eG zu Bio-Käse.

Kemmern (96164)
Bioland-Hof Theo Albrecht, Hauptstr. 13, Tel: 09544-1675. Man erzeugt Kartoffeln und verschiedene Gemüse. Direktvermarktung ab Hof nach vorheriger telefonischer Anmeldung.

Ködnitz/Fölschnitz (95361)
Naturland-Legehennenbetrieb Michael Grampp, Hauptstraße 42, Tel: 09221-823372, Mail: sabrina.grampp@outlook.de. Den 48 ha großen Hof außerhalb der Ortschaft charakterisiert der große, neugebaute, moderne Legehennenstall mit Auslauf: 9.000 Legehennen leben hier in drei Gruppen. Sabrina Grampp findet dennoch Zeit, 13 verschiedene Sorten Brot zu backen in der eigenen Backstube: Direktvermarktung von Eiern & Broten: freitags auf Vorbestellung.

Ködnitz/Tennach
EU-Bio & Gäa – Rangabauer, Nr. 3, Tel: 09221 5245, Mail: info@rangabauer.de, www.rangabauer.de. Die Milchkühe und die Ochsen erhalten nur hofeigenes, ökologisch korrekt erzeugtes Futter: von Wiesen- und Kleegras über Erbsen- und Leinschrot bis zum vielfältigen Getreideschrot – aber kein Soja oder Maisschrot. Auch die Schweine werden ökologisch gemästet mit Triticale, Roggen, Weizen, Gerste, Erbsen und Rapspresslingen plus Klee, im Winter Kleepresslinge. Neben dem Futter werden auch Kartoffeln der Sorten Nicola und Solara angebaut. Direktvermarktung durch den Hofladen, geöffnet Do 16-19 Uhr, Sa 10-13 Uhr. Die eigene Bio-Hofmetzgerei bietet Fleisch von Ochsen & Jungrindern, herzhaftes Schweinefleisch, aber auch Steaks, Schnitzel, Bratenfleisch – alles gut abgehangen, dazu eigene Wurstwaren aller Art in Dosen sowie Hausmacher Würste im Darm, Geräuchertes vom Rind und Schwein. Ebenso erhältlich sind einige Getreidearten – auch als Mehl – und noch vieles mehr, darunter auch Zugekauftes. Der „Wirtshof zum Rangabauer“ ist gegenwärtig geschlossen.

Königsfeld/Laibarös (96167)
Naturland-Hof Otto Weiß, Nr. 12, Tel: 09207-667, Mail: naturlandhofweiss@t-online.de, www.naturlandhof-weiss.de. Der 116 ha große Hof (47 ha Äcker, 63 ha Dauergrünland, 6 ha Wald) vereint neben Mutterkühen (Fränk. Gelbvieh¹), dem Deck-Bullen und Mastschweinen  eine Hof-Metzgerei plus Hof-Bäckerei. Die Kühe genießen im Sommer die Weide, in der kalten Jahreszeit den Zweiraum-Laufstall mit Tiefstreu-Liegefläche. Die Kälber erhalten zusätzlich Getreideschrot, im Winter eigene Gras-/Kleegrassilage und Heu. Von Naturland-Kollegen kauft man 40 Ferkel zu und mästet sie in einem Schrägboden-Laufstall mit Auslauf. Verkauft werden sie via Direktvermarktung wie auch die selbst erzeugten Steinofenbrote, Fleisch- & Wurstwaren. Zugleich ist dieser Betrieb auch ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof.           ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Kronach/Fröschbrunn (96317)
Biokreis-Bauernhof mit Biergarten-Wirtschaft von A. & H.Hanna (GbR), Nr. 3, Tel: 09261-91203, Mail: froeschbrunna@t-online.de, www.froeschbrunna.de. Der Hof mästet Hähnchen und hält Angusrinder, beides artgerecht, wobei die Zahl der Tiere flächenbezogen ist, mindestens 50 % des Bio-Futters werden selbst angebaut. Die Hähnchen entstammen einer langsam wachsenden Rasse und benötigen die doppelte Aufzuchtzeit. Alle 8 Wochen werden die Hähnchen frisch geschlachtet, ganzjährig gibt es auch Tiefgekühltes. Diese Produkte sind während der Öffnungszeiten des Gasthauses dort erhältlich. (täglich von 10.30 Uhr bis 21 Uhr, Mittwoch Ruhetag). Ebenso ist auch zu bestimmten Zeiten Angus-Rindfleisch aus Weidehaltung zu haben. Vermarktet wird alles per Direktvermarktung. Für bäuerliche Kollegen bietet man einen Agrar-Service: Rundballen verschiedener Größen als Silage, Heulage, Heu und Stroh; auch beim Transport ist man behilflich.

Kronach/Mostrach 
EU-Bio-Rotwildgehege Welscher, Nr. 4, Tel: 0179-4861106, Mail: mostrach@rotwild-welscher.de, http://rotwild-welscher.de. Viel Platz, viel Grünfutter, kleines Wäldchen und eine Suhle – so lebt das Rotwild – so sagt der Weidmann – zum in Deutschland relativ selten gewordenen Rothirsch. Hier ist er heimisch und lebt artgerecht in weitgehend offener Landschaft: im Sommer von dem, was Wiese und Wald bieten, im Winter Grassilage und Heu eigener Flächen plus Baumgipfel und -äste der Blätter und Rinde wegen – wie in freier Wildbahn. Im eigenen Schlachthaus werden die Tiere vom Fell befreit und das Fleisch zerlegt; es reift dann einige Zeit, wird vakuumiert und dann tiefgefroren. Per Direktvermarktung wird es verkauft wie auch Hirschfleisch-Wurst und -Salami. Lieferungen sind frei Haus nur bis 15 km um Kronach herum in 40 kg-Paketen, weitere Entfernungen auf Vereinbarung.

Kronach/Seelach
EU-Bio-Hof Michael Porzelt, Nr. 16, Tel: 09261-95250, Mail: porzelt-michael@t-online.de. Der Hof verfügt über eine eigene Hofmetzgerei. Im Hofladen (Do 14-19, Fr 16-19, Sa 09-13 Uhr) erhält man deshalb Fleisch- und Wurstwaren von eigenen Rindern, Kälbern und Schweinen. Auch allerlei eigenes Geflügel – Puten, Gänse, Enten, Hähnchen – belebt den Hof, weshalb es auch sie geschlachtet zu kaufen gibt. Außerdem auch Schinken, Salami, Spezialitäten vom heimischen Wild sowie Eier aus eigener Hühnerhaltung.

Kulmbach (95326) 
EU-Bio-Feinkost-mehr, Krähenwinkel 17, Tel: 09221-6078618, Mail: duereth.joerg@t-online.de, https://www.bio-feinkost-mehr.de. Das sehr umfangreiche Sortiment beginnt bei Antipasti und Aufstrichen über Brot, Senf, Fonds und Brühen aber auch Früchte und Säfte, allerlei Gemüsearten plus Trockenpilze, Ingwer-Spezialitäten, Hülsenfrüchte und Getreide, Kaffeesorten, Knabbergebäcke, Lebkuchen und Kuchen, Nudeln, Esssige und Öle, Reis, Soßen, Pesto, aber auch Schokoladen, Süßigkeiten, Suppen, Eintöpfe, Tee und anderes mehr. Jörg Düreth ist seit langem Slow Food Mitglied.

Kulmbach/Esbach
EU-Bio-Hof Birgit & Manfred Distler, Nr. 1, Tel: 09221-879455, 0178-9140050, Mail: Biohof@Distler.com.de, www.biohof-distler.de. Anbau ausgewählter Ölsaaten wie Hanf, Lein, Senf, Leindotter u.a. plus ihr Trocknen und Reinigen nach der Ernte; dies sichert die Qualität der Produkte. Hinzu kommt die Produktion von Getreiden und Beluga-Linsen, die feinsten unter den Linsen. Das Grünland beweiden Galloway-Rinder; das begehrte Frischfleisch wird ab Hof per Direktvermarktung nach vorheriger Bestellung verkauft.

Leutenbach/Mittelehrenbach (91359)
Bioland-Hof Schmidt GbR, Nr. 41, Tel: 09199-1804, Mail: kontakt@biohof-schmidt.de, www.biohof-schmidt.de. Der seit Generationen betriebene landwirtschaftliche Hof produziert neben Kartoffeln auch Frischobst vieler Arten wie Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen, Birnen, Quitten und Walnüsse und daraus auch diverse Säfte, Obstbrände, Liköre und Obstessige in großer Vielfalt: 32 Brände, 2 Cidre, 6 Essige, 8 Liköre. Sie alle sind im Hofladen zu haben.

Lichtenfels/Mistelfeld (96215)
EU-Bio-Hof Georg & Martin Lypold, Talweg 51, Tel: 09571-5254. Neben Geflügelhaltung, darunter auch Legehennen, baut man auch Gemüse an. Der Hofladen (tel. Anmeldung) bietet neben Eiern und Geflügel allerlei Gemüse sowie hausgemachte Fruchtaufstriche, Wurst und Hausmacher-Schinken.

Mainleus/Rothwind (95336)
Bioland-Ferienhof (Nichtraucher), Christine & Jürgen Öhrlein, Eichberger Str. 9, Tel: 09229-9567, Mail:  franken@oekourlaub.com, www.oekourlaub.com. Burgen, schroffe Felsen, der Naturpark Frankenwald, Fichtelgebirge und Fränk. Schweiz, ein gut ausgebautes Wander- & Radwegenetz laden ein. Ein kleiner eigener Badesee mit Sandstrand ist nahebei. Mainleus, Bayreuth, Kulmbach sind sehenswert, der Mainradweg führt fast am Haus vorbei – und vielerlei mehr bieten der Ferienhof und die Landschaften. Und selbstverständlich sind die Speisen alle aus eigenen Bioland-Produkten erzeugt, evtl. Zukäufe sind selbstverständlich auch Bio-Produkte.

Mainleus/Veitlahm  
Demeter-Patersberghof der Familie Jundt, Patersbergweg 7, Tel: 09229-1301, Mail: info@patersberghof.de, www.patersberghof.de. Ein sehr vielseitiger Betrieb: Man hält Kühe der Rassen Fränkisches Gelbvieh¹ und Fleckvieh; sie weiden in der warmen Jahreszeit, in der kalten bewohnen sie einen großen Laufstall mit freier Wahl der mit Stroh gepolsterten Liegefläche. Aus der Milch produziert der Hof in seiner Käserei Joghurt, Quark und allerlei Sorten Käse, Weichkäse aber auch Heumilchkäse als Hartkäse. Seit 2019 vermarktet man auch Backwaren, gebacken in der eigenen Bäckerei aus eigenem Getreide – Dinkel, Roggen – und Weizen befreundeter Bio-Betriebe per Direktvermarktung: als Käufer muss man SoLaWi-Mitglied sein. Die jahreszeitlich aktuellen Produkte – auch die aus Milch – sind im Naturkostladen Unger, Patersbergweg 5, 95336 Mainleus, erwerbbar, auch als SoLaWi-Mitglied.                                                                ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Mainleus/Wernstein
Demeter-Hofgärtnerei, Bettina & Wolfgang Wänke, Nr. 24, Tel: 09229-973606, Mail: w.waenke@web.de, www.patersberghof.de/pbh_gaertnerei.htm. 39 verschiedene Gemüsearten baut man an, vorwiegend von samenfestem Saatgut. In regelmäßigem Rhythmus werden biologisch-dynamische Präparate auf Kompost und Feldern ausgebracht, was die Mineralien­verfügbarkeit der Böden steigert, ebenso die Widerstandskraft der Pflanzen. Auf Pflanzenschutz- und Schädlingsvernichtungsmittel wird verzichtet. Die Produkte sind auch im Naturkostladen Unger, Patersbergweg 5, Mainleus, erhältlich.

Markt Burgebrach (96138)
EU-Bio-Bäckerei Postler GmbH, Kapellenfeld 13, Tel: 09546-592080, Mail: service@biobaeckerei-postler.de, www.baeckerei-postler.de. Die Bäckerei hat 4 Filialen in Bamberg (Lange Str. 35, Würzburger Str. 57 B, Heinrichsdamm Parkhaus, Magazinstr. 2) und eine in Forchheim (Paradeplatz 4).

Markt Burgebrach/Ampferbach
Bioland-Hof Pankraz & Adelgunde Eck, Nr. 37, Tel: 09546-1750, Mail: pankrazeck@web.de. Man erzeugt Wurstwaren von eigenen Schweinen – und von der Milch der Rinder Quark und Käse. Weil auch Bienenstöcke zum Hof gehören, kann man auch im Hofladen Honig kaufen, ebenso die Milch- und Fleischprodukte. Außerdem ist man auch auf dem Bamberger Bauernmarkt präsent: jeweils Samstag 8-13 Uhr.

Markt Eggolsheim (91330)
Bioland-Hof Stähr, Bruckweg 1, Tel: 09545-509022, Mail: info@milch-ziegenhof-staehr.de, https://milch-ziegenhof-staehr.de. Der Hof bewirtschaftet 35 ha Ackerland und 22 ha Grünland. In der eigenen bio-zertifizierten Hof-Molkerei wird die Bio-Milch der eigenen 150 weißen Deutschen Edelziegen sowie die Bio-Milch der Rinder vom ausgewählten BiolandBauern aus der Region zu allerlei Produkten verarbeitet. Die Ziegen leben in der warmen Jahreszeit auf den hofeigenen gräser-, klee- & kräuterreichen Wiesen, im Winter im Außenklimastall und verspeisen duftendes Heu und Bio-Getreideschrot. Bereits 2013 kamen als weiterer Geschäftszweig 3.000 Legehennen dazu, die im Sand scharren dürfen, nach Körnern picken und sich ein ausgiebiges Staubbad gönnen können. Frische Luft, Sonne, viel Bewegung und grünes Gras sind etwas Gutes für die Tiere. Auch die Produkte der Molkerei sind begehrt: von Ziegen-Heumilch über Joghurt, bis diverse Käsesorten reicht das Programm, ebenso bei den Bio-Kuhmilch-Produkten.

Marktleuten (95168)
Biokreis-Hof Ritter GbR, Hofer Str. 35, Tel: 09285-913505, Mobil: 0170-4519963, Mail: info@ritter-bio.de, www.ritter-bio.de. Bewirtschaftet werden 64,5 ha (Äcker 41 ha, Dauergrünland 20 ha, Wald 3,5 ha). Die Fruchtfolge ist Kleegras (2-jährig), Roggen, Hafer, Dinkel, Ölsenf plus Untersaaten in der kalten Jahreszeit. 3.200 Masthähnchen, 250 Legehennen, 10 Mutterkühe (Deutsch-Angus, Fleckvieh) mit Nachzucht kommen hinzu plus 50 Streuobstbäume. Die Masthähnchen leben im Feststall mit Auslauf in die Streuobstwiesen, gefüttert mit hofeigenem Futter und Mischfutter aus der Mühle. Vermarktet werden sie vor allem an einen Großabnehmer, die übrigen küchenfertig in der Direktvermarktung an Konsumenten und heimische Gastronomie. Ebenso auch die seit 2019 angebauten Feldgemüse (Eisbergsalat, Sellerie, Lauch, Rote Bete, Mangold, Weiß- und Rotkoh, Dill, etc.) sowie auch an regionale Lebensmittelbetriebe.

Marktschorgast (95509)
Demeter-Hof Michael Greim, Am Steinhügel 22, Tel: 09227-902353, Mail: biohof-greim@t-online.de. 214 ha, davon Äcker 110 ha, Dauergrünland 100 ha (davon 24 ha ausgezeichnet wegen deren Kräuter- & Pflanzenreichtums!), Wald 4 ha. Fruchtfolge: Kleegras – Winterweizen – Sommergerste – Roggen – Dinkel – Hafer mit Kleegraseinsaat. Deutsch-Angus-Rinder, rote & schwarze, beleben den Hof: 115 Mutterkühe mit Nachzucht und 4 Zuchtbullen. Die Tiere werden in 2 Tiefstreuställen mit Fressplatz und Liegeboxenstall mit Auslauf und in einem Offenfrontstall gehalten, letzteren für die weibliche Nachzucht. Der Betrieb betreibt auch eine eigene Biogasanlage.

Meeder/Ahlstadt (96484)
Bioland-Hof Wölfert GbR, Ahlstadter Weg 1, Tel: 09564-809256, Mail: info@biohofwoelfert.de, www.biohof-woelfert.de. Die drei Damen erzeugen mit Milchkühen eine gute Milch: im Sommer weiden die Tiere, in der kalten Jahreszeit sind sie im Tretmiststall mit Auslauf (der Mist ist guter Dünger). Angebaut werden Kleegras als zweijährige Zwischenfrucht, das auch als Futter für die Kühe dient, sowie Luzerne, die viel Stickstoff tief im Boden speichert, Kartoffeln und die Getreide Emmer, Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer, Gerste sowie seltene schwarze Linsen, Erbsen und Triticale. Im kleinen Hofladen kann man einige der Hofprodukte kaufen (selbst Erzeugtes: Brot, Nudeln, schwarze Linsen, Getreide).

Meeder/Neida
Bioland-Hof Ingrid Wolf, Mederweg 2, Tel: 09566-1575, Mail: ingridwolf@biohof-ingrid-wolf.de, www.biohof-ingrid-wolf.de. Der 23 ha große Betrieb baut Brot- und Speisegetreide an, ebenso  Kartoffeln, hält Hühner in Freilandhaltung für die Eierproduktion. Im nachgebauten Dorfbackofen bäckt man Brot (Natursauerteig, Hefe), ebenso Brötchen, Stangen, Kuchen. Direktvermarktung im eigenen Naturkostladen, der ein reichhaltiges Sortiment anbietet, darunter auch Babynahrung, Naturkosmetik und Bio-Waschmittel. Im kleinen Bistro kann man pausieren und genießen; Hofladen und Bistro sind geöffnet Di-Fr 09-18, Sa 8-12 Uhr.

Münchberg/Laubersreuth (95213)
Bioland-Hof Heidi Strössner, Nr. 7, Tel: 09251-5845, Mail: heidi.stroessner@t-online.de, www.heidi-stroessner.de. Der historische Dreiseithof im kleinen Dorf ohne Durchgangsverkehr mit großem Obstgarten mit Liegestühlen und Sitzecken empfiehlt sich als Feriendomizil mit 3 Ferienwohnungen und 1 Appartement plus Sauna, Wellnessmassage, wandern als Aktivitäten. Die Speisen basieren auf Bio-Lebensmitteln; Kneipp-Anwendungen, Wellness-Massagen und Kräuter-Anwendungen erfreuen den Körper, ebenso – je nach Jahreszeit – wandern, Ski fahren, schwimmen.

Bioland-Hof Raithel, Nr. 2, Tel: 09251-6985, Mail: post@biohof-raithel.de, www.biohof-raithel.de. Den alteingessenen Hof bewirtschaftet die ganze Familie mit ihren sechs Kindern. Zum Hof gehört auch die eigene bio-zertifizierte Metzgerei. Sie verarbeitet die hofeigenen, sich im Freien bewegenden Schwäbisch-Hällischen Schweine¹ und die Weiderinder zu Fleisch- und W urstwaren. Je nach Jahreszeit werden auch Kaninchen, Geflügel, Lamm, Zicklein und Karpfen angeboten. Und natürlich baut man auch Getreide an (Roggen, Weizen, Dinkel) plus Kartoffeln und Gemüse der Saison. Verkauft werden die Fleisch-Produkte mittels des eigenen Hofladens; der nächste Verkaufstag (10-19 Uhr) ist auf der Webseite des Hofes ersichtlich, durchaus auch jederzeit nach telefonischer Absprache.                              ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Neudrossenfeld/Waldau (95512)
Bioland-Hof Rainer Popp, Tel: 09203-1836, ist die 5. Generation auf dem Hof; seit 2017 ist der Hof bio-zertifizert nach Bioland-Anforderungen. Das Hauptprodukt ist Bio-Milch von Kühen; hinzu kommen aber auch Kalbfleisch männlichen Kälbern und Rindfleisch von Jungbullen, das direkt vermarktet wird.

Neuenmarkt/Oberlangenroth (95339)
Bioland-Gut Oberlangenroth, Nr. 1, Tel: 09227-386, Mail: jurkat-gbr@gmx.de, www.gut-oberlangenroth.de. Seit über 400 Jahren im Besitz der Familie. Bewirtschaftet werden 114 ha, wovon Getreide (Emmer, Dinkel, Hafer, Triticale) und Erbsen auf 76 ha angebaut werden; gedüngt wird mit dem Mist der eigenen Fleckvieh-Kühe und evtl. Gülle eines Nachbarn. Grünland beansprucht 20 ha und ist Weide der Fleckvieh-Kühe mit ihren Kälbern, darin eingeschlossen auch die 4-ha-Weide der Fleckvieh-Färsen; der Wald mit 14 ha wird auch bewirtschaftet. Neben all diesen Aktivitäten nutzt man auch eine Streuobstwiese für Obstbrände und Liköre aus eigener Brennerei, aber auch für Fruchtaufstriche – das Obst und die Obsterzeugnisse bietet der eigene Hofladen, der auch Eiernudeln des Bio-Erzeugers Geflügelhof Schubert, Igensdorf, anbietet.

Pegnitz/Körbeldorf (91257)
Naturland-Hof Günter Braun, Laurentiusstr. 11, Tel: 09241-7995, Mail: naturlandhof-braun@web.de. Der Hof bietet eine große Vielfalt: Obst, Gemüse, Kräuter, Milch & Eier, Fleisch von Rindern (45 Milchkühe, 70 Mastrinder), Wurst, Aufstriche & Honig. Eine prämierte Besonderheit des Betriebs sind seine artenreichen Wiesen. Direktvermarktung ab Hof; Fleischverkauf nur an festen Terminen.

Plankenfels/Schrenkersberg (95595)
EU-Bio-Weiderindfleisch Norbert Böhmer, Nr. 1, Tel: 09204-740, Mail: info@weiderindfleisch-boehmer.de, https://weiderindfleisch-boehmer.de. Die Rinder der Simmentaler Rasse weiden in der warmen Jahreszeit – von März bis November – auf der Weide. In der kalten Jahreszeit leben sie im großen Laufstall mit immer frisch eingestreutem  Stroh und erhalten Heu und Silage von den eigenen Wiesen. Die Kälber bleiben bei ihren Müttern und trinken deren Milch. Schlachtreife Tiere werden geschlachtet, ihr Fleisch reift relativ lange bevor es in den eigenen Zerlegeräumen verarbeitet wird. Alle Wurstwaren stellt ein naher Metzger her. Alle Fleisch- und Wurstwaren werden nur als Direktvermarktung im eigenen Hofladen verkauft –  gelegentlich auch auf Märkten und Ausstellungen in der Umgebung.

Pretzfeld/Hagenbach (91632)
Naturland-Schäferei & Rinderhof Dorn, Nr. 31, Tel: 09194-796128, Mail: stefan.dorn71@gmx.de, www.schäferei-dorn.de. Einst eine alte Mühle, ist der Hof heute ein florierender Bauernhof mit den Schwerpunkten Schaf- und Rinderhaltung. Weitläufige Weideflächen stehen beiden Arten zur Verfügung. Neben dem Schafstall leben die 35 Simmentaler Rinder in Mutterkuhhaltung in einem Offenstall. Die Kälber trinken 10 Monate lang die Milch ihrer Mutter. Die Rinder- und Schafhaltung kombiniert man mit Landschaftspflege und gepachtetem Land – inzwischen werden 100 ha bewirtschaftet, wobei die Schafe vor allem Hanglagen, Streuobstwiesen und Solarparks beweiden. Schafe wie Rinder sind ganzjährig auf der Weide. Zusätzlich wird auch Futter erzeugt für zu kalte Tage: das Heu und die Silage sind Eigenproduktion. Vermarktet wird das Fleisch der Tiere vorwiegend über den Naturland-Verband, aber auch als Direktvermarktung ab Hof als Fleischpakete: Die Schlachttermine sind im Frühjahr (2) und im Herbst (2), Abholung nach Vereinbarung.

Priesendorf/Neuhausen (96170)
EU-Bio-Gemüsebau Robert Werner, Weißbergstr. 8, Tel: 09549/7567, www.priesendorfer-gemuesemanufaktur.de.  Der 2,4 ha große Betrieb liegt 15 km entfernt von Bamberg am Rand des Steigerwalds südlich des Maintals. Hoch verglast sind 3.000 qm, wovon 100 qm beheizt werden, da sie als Anzuchthaus dienen. Je nach Saison gibt es von Chilli bis Spinat alles, darunter auch Paprika, Auberginen, Melonen, Kürbisse, auch Kräuter und verschiedene Spezialitäten. Direktvermarktung ab Hof und auf dem Bamberger Bauernmarkt, ebenso im Hofladen in Schönbrunn-Grub, Teichstr. 8, nach Vereinbarung.

Reichenbach (96358)
EU-Bio-Daunahof, Familie Förtsch, Hauptstr. 52, Tel: 09268-6496, Mail: info@daumahof.de, http://www.daumahof.de. Der Hof am Ortsrand blickt auf eine gut 180 Jahre alte Geschichte zurück – ist aber ganz in der Gegenwart. Im Bauernhaus hat man 3 Ferienwohnungen liebevoll eingerichtet. Als Milchviehbetrieb im Vollerwerb gibt es neben den Kühen auch Kälber, aber auch 2 Pferde und 1 Pony. Außerdem leben auf dem Hof Enten, Hühner, Katzen, Hasen und ein Hund. Der Betrieb ist zugleich auch ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof.

Scheßlitz/Pausdorf (96110)
Bioland-Hof Steffanie & Christian Lück, Nr. 20, Tel: 0170-5544660, Mail: lucky.luck@mac.com, www.luckylück.de. Der Hof ist ein Nebenerwerbsbetrieb und bewirtschaftet 5 ha plus 1,5 ha Wald, hinzu kommen Streuobstwiesen. Die Schweine der seltenen Rasse Schwäbisch-Hällisches Landschwein¹ weiden im Freiland; ein großer Gemüsegarten und ein Kartoffelacker sowie Wiesen fürs Heu für die Pferde ergänzen das Produktionsprogramm. Als Produkte werden Fleisch und Wurst der Schweine direkt vermarktet, ebenso Kartoffeln, Apfelsaft, Äpfel, Birnen, Nüsse & Nussprodukte.            ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Schönbrunn/Grub (96185)
Bioland-Hof Johanna Burkard, Teichstr. 8, Tel: 09549-1579, Mail: info@biolandhof-burkard.de, www.biolandhof-burkard.de. Der 50 ha große Hof hält Rinder der Rasse Fränkisches Gelbvieh¹ in Mutterkuhhaltung, auch Hühner in Freilandhaltung – nicht nur der Eier wegen – und baut Kartoffeln an (mehlige Gunda, vorwiegend festkochende Marabell, festkochende Linda) sowie auch Getreide: Dinkel (Oberkulmer Rotkern), Roggen und Weizen. Weil man Streuobstwiesen mit Apfel- & Birnenbäumen besitzt, veredelt man die Früchte zu Saft. Aus dem gemahlenen Dinkelvollkorn entsteht mit Natursauerteig im eigenen Steinbackofen ein geschmackstarkes Bauernbrot; die Produkte werden vor allem direkt vermarktet. Mutter und Tochter bieten darüber hinaus auch Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. denn der Betrieb ist ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof.            ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Permakultur-Gärtnerei Kathinka Neff, Gruber Hauptstr. 5, Tel: 09549-7466, Mail: kathinka.neff@outlook.de, www.inkas-garten.de. Permakultur versucht, die Natur ganzheitlich zu sehen als natürliches, nachhaltiges System und vereint Ökologie, Kreativität und Nutzen zum harmonischen Ganzen. Die Inhaberin ist auch Permakultur-Beraterin und bietet Permakulturführungen im Garten und – künftig – auf einem Gelände mit noch mehr Retentionsbecken zur Wasserrückhaltung. Als Nebenerwerbslandwirtin betreibt man auch ein wenig Agroforstwirtschaft. Und nicht zuletzt ist der Betrieb auch ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof.

Schwarzenbach am Wald/Löhmar (95131)
Bioland-Streuobsthof & Imkerei Thorsten Franz, Nr. 4, Tel: 0171-4922943, Mail: info@streuobsthof.com, www.streuobsthof.com. Weit gefächert ist das kleine Honigsortiment: Waldhonig, Frühlingshonig, Sommerhonig und Buchweizenhonig, die man per Direktvermarktung verkauft.

Stegaurach/Mutzershof (96135)
EU-Bio-Naturgarten Stegaurach, Tel: 0951-29719791, Mail: Martin@Naturgarten-Stegaurach.de, https://naturgarten-stegaurach.de. Produkte wie Hanföl, Hanfsamen, Hanfmehl, Hanf(m)ilch, Hanföl aus der nicht berauschenden Sorte Finola, auch Hanfprodukte für Hunde, sowie Quinoa werden produziert und angeboten. Außerdem bietet man auch eine Reittherapie an.

Steinbach am Wald/Hirschfeld (96361)
Bioland-Himmelreich-Hof, Nr. 5, Familie Baier, Tel: 09268-913771, Mail: naturkost@himmelreichhof.de, www.himmelreichhof.de. Dieser Bauernhof ist ein Direktvermarkter mit Hofladen und breitem Bio-Sortiment: Obst, Gemüse, Kräuter und Getreide aus eigenem Anbau. Zugleich ist der Hof auch ein zertifizierter Erlebnis-Bauernhof. Öffnungszeiten: Do & Fr 09-18, Sa 09-12 Uhr und nach Vereinbarung.

Steinwiesen/Nurn (96349)
EU-Bio-Hof Josef Haders Weiderind, Nr. 277, Tel: 09262-9634, Mail: kontakt@hader-nurn.de, www.hader-nurn.de. Angusrinder und deren Kreuzungen mit Fleckvieh und Fränkischem Gelbvieh¹ ergeben wohlschmeckendes Fleisch; nicht genug damit, steigert man die Fleischqualität durch Einkreuzungen mit dem hofeigenen Wagyu-Deckbullen. Mutterkuhhaltung und Aufzucht der Jungtiere verlangen Ackerbau und Grünland, wofür 60 ha zum Hof gehören für die Weiden und die Futterproduktion. Per Direktvermarktung besorgt man den Absatz, wobei es ratsam ist, sich rechtzeitig dafür anzumelden per Telefon für ein Rindfleisch-Mischpaket (10 kg Angus bzw. Angus-Kreuzung oder/und 5 kg Grillpaket vom Wagyu-Kreuzungsrind). Geschlachtet wird, wenn das Rind verplant ist; nach der Reifezeit und der Zerlegung werden die Kunden beliefert.                ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Thiersheim/Altdürrlas (95707)
Demeter-Legat-Hof, Nr. 1, Tel: 0151-42414971, Mail: info@legat-hof.de, www.legat-hof.de. Der Hof befindet sich aktuell in einer Aufbauphase; existent sind gegenwärtig die Imkerei und die Landwirtschaft, also Ackerbau mit Getreiden und Kartoffeln (Belana & Laura), die per Direktvermarktung zu haben sind. Das Streuobst wird zu Apfelsaft verarbeitet und das Grünland ermöglicht Heuproduktion. Inzwischen kam auch die Zweinutzungshaltung von 225 Legehennen im Hühnermobil (für die Eierproduktion) und Bruderhähnen (für die Hähnchenvermarktung als Suppenhuhn) hinzu. Ebenfalls neu auf dem Hof sind 6 Coburger Fuchsschafe¹.        ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Trabelsdorf (96170)
Bioland-Karpfenzucht Grimmer, Altes Kurhaus, Seeleite 1, Tel: 09549-1247, Mail: info@altes-kurhaus.de, www.altes-kurhaus.de. Es ist eine Kombination: einerseits Hotel mit Restaurant, andererseits ein Bio-Fischzuchtbetrieb – nicht weit von Bamberg entfernt, inmitten zwischen Wald und See. Neben dem Natur-Badeteich liegen die Fischteiche. Spezialität des Hotels sind deshalb Fischgerichte. Und natürlich kann man auch frischen Fisch kaufen für den eigenen Herd: Karpfen, Forelle, Saibling, sowohl lebend, als auch halbiert oder filetiert; Forelle und Saibling gibt es auch geräuchert.

Trebgast/Lindau (95367)
Bioland-Lindauer Hof Florian Schleicher, Nr. 12, Tel: 09203-298, Mail: lindauer-biohofladen@web.de, http://lindauer-biolandhof.de. Die landwirtschaftliche Produktion beschränkt sich auf Kartoffel- & Zwiebelanbau, Schweine- und Legehennenhaltung. Im Hofladen (geöffnet Fr 13-18, Sa 8-12 Uhr) sind neben den eigenen Produkten auch eine Vielfalt anderer aus bäuerlicher Landwirtschaft erzeugte Lebensmittel erhältlich: von Frischobst und -gemüsen über Milchprodukte aller Art bis zu Trockenprodukten, verschiedenen Getränken, Brot und Backwaren usw. Aber auch Frischfleisch: eigenes Bio-Geflügel & Bio-Schweinefleisch sowie Bio-Rindfleisch und allerlei Fisch – der Hofladen ist zugleich ein gut sortiertes Lebensmittelgeschäft.

Untersiemau/Birkach am Forst (96353)
Bioland-Hof Schulz GdbR, Thomas Schulz, Brunnenstr. 3, Tel: 09565-1489, Mail: biohof-schulz@t-online.de, www.bio-hof-schulz-milch-tankstelle.de. Den Hof – nun in 3. Generation bewirtschaftet und 165 ha groß (140 ha Ackerland, 25 ha Grünland –  produziert Dinkel, Hafer, Roggen und frische Bio-Kuhmilch – aktuell über 70 Kühe verschiedener Rassen. Hier geboren ist auch die Idee für einen Frisch-Biomilch-Vertrieb ohne Verpackung: Täglich frisch gemolkene Milch für diverse Milchtankstellen, die man sich selbst nach Bedarf abfüllt. Die penibel kontrollierte Milch wird in max. 30 Sekunden auf 75°C erhitzt, rasant abgekühlt auf unter 6°C und in einem speziellen, die niedrige Temperatur haltendem Milch-Mobil zu den Milchtankstellen geliefert, wo sie der Kunde sein Quantum abzapft: keine Homogenisierung, keine Verpackung, keine langen Vertriebswege. 2021 soll dieser Vertriebsweg aktuell werden für den Raum Coburg.

Weißenbrunn/Sorg (96369)
EU-Bio-Hof Tanja Wagner, Nr. 10, Tel: 09261-963942, Mail: tanja@bio-und-mehr.de, www.bio-und-mehr.de. Auf dem Hof leben Pinzgauer Rinder, Fleckvieh und Schwäbisch-Hallische Weideschweine¹ sowie ein paar Hühner mit Gockel. Direktvermarktung ab Hof mit Fleischpaketen vom Rind und Schwein, aber auch Eier, Hausmacher Würste und Kartoffeln nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.                  ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Wiesenttal/Störnhof (91346)
Bioland-Hof Hellmut Ott, Nr. 22, Tel: 09196-367, Mail: helmut.ott@biohof.de, https://biohof.de. Die Getreide – Gerste, Weizen, Roggen, Hafer und Dinkel – werden jährlich angebaut, auf den Wiesen weiden Deutsch-Angus-Rinder und mit ihnen ihre Kälber (Mutterkuhhaltung), die auch die Milch ihrer Mütter trinken. Im Winter leben sie im Laufstall auf Stroheinstreu. Die Absetzer – so heißen die älteren Kälber – werden geschlachtet; ihr zartes, marmoriertes Fleisch ist begehrt. Mittels Direktvermarktung wird es verkauft – es ist ein sehr begehrtes Fleisch.

Zapfendorf/Kirchschletten (96199)
Bioland-Abtei Maria Frieden, Nr. 30, Tel: 09547-92230, Mail: abtei@abtei-maria-frieden.de. Man bietet allerhand Verschiedenes: Getreide, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Eier, Säfte. Der Klosterladen ist wochentags geöffnet: Mo-Fr 8-11:30, 14:30-17, Sa 8:30-11:30 Uhr.

©   Hans-Werner Bunz                                              Foto: Fleckvieh, weidend © Biohof Peter

 

Jetzt 38 Bio-Bauernhöfe & Bio-Betriebe in Tauberfranken

                                                                  Tauberfranken
Das Taubertal
Am Oberlauf des gut 130 km langen Flusses, bayrisch-mittelfränkisch bis Tauberzell, dann bis Riedenheim bayrisch-unterfränkisch und danach baden-württembergisch: württembergisch bis Bad Mergentheim, danach bis zur Mündung in den Main bei Wertheim nordbadisch. Landschaftlich eine Idylle: der naturbelassene Fluß, die ihn einrahmenden Berge, deren Hänge da und dort – meist rechtsseitig – mit Weinstöcken bepflanzt oder auch mit Obstbäumen. Waren einst die meisten Hänge mit Wein bepflanzt, wovon noch viele Steinriegel künden, sind es heute nur noch 1.100 ha. Romantisch ist das über 100 km lange Tal von Wertheim/Main bis Rothenburg o.T. mit seinem sich windenden, naturbelassenen Fluss, den Bergen, ihren linksseitig steilen, bewaldeten Hängen, gekrönt mit malerischen Dörfern, und den traditionsreichen romantischen Kleinstädten im Tal – nur das mittelbayerische Rothenburg thront darüber.

Landwirtschaft gedeiht hier in der Talebene und auf den Höhen, wobei der Weinbau sich auf die Steillagen meist rechts der Tauber und in den Seitentälern konzentriert. Unser Essen (und Trinken) spielt eine nachhaltige Rolle im Beschädigen unseres Globus, seines Klimas, der Atmosphäre und des Wasserhaushalts der Böden, sofern wir Produkte aus sogenannter konventioneller Landwirtschaft verspeisen, also nicht öko-biologisch erzeugt wurden. Wer sich und der Welt etwas Gutes tun möchte, für den ist öko-biologisch Erzeugtes die einzig richtige Wahl: sie vereint Wohlschmeckendes mit klimaverbessernder, CO 2 minimierter Atmosphäre und Gentechnikfreiheit. Der Bio-Bauer schützt somit a) die Landschaft, greift b) auf gentechnikfreies, oft traditionelles Saatgut zurück, erhält c) die Fruchtbarkeit der Böden, regeneriert d) sogar die ausgelaugten Flächen, wenn er solche aus konventioneller Bearbeitung übernimmt. Nicht minder wichtig ist Bio-Ökologie in der Tierzucht und -haltung: Nur sie gewährleistet ein weitgehend artgerechtes Leben der Tiere.

Der Anteil von Bio-Betrieben an allen bäuerlichen und handwerklichen Betrieben ganz Tauberfrankens ist unter den hier vorgestellten vier Regionen die Nr. 1 ist Tauberfranken mit 40 km² Umfeld je Betrieb. weitestgehend konzentriert auf den dominanten baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis. Die Regionen der bayerischen unter- und mittelfränkischen Gebiete sind bislang nicht separat erfasst, zumal sie in ihrer Gesamtheit verschwindend kleiner sind und Teil mehrerer Landkreise: MT = Main-Tauber-Kreis, UF = Regierungsbezirk Unterfranken, MF = Regierungsbezirk Mittelfranken.

EU-Bio ist die Mindestanforderung. Deutlich höhere Anforderungen stellen diese Öko-Vereine: Bioland e.V., Demeter e.V., Naturland e.V.; sie vereinen wohl die meisten ökologischen Bio-Betriebe und werden mindestens einmal im Jahr geprüft. Gleiches gilt auch die kleineren Verbände wie Biopark e.V.Biokreis e.V., Ecoland e.V., Ecovin e.V., Gäa e.V..

Hohenlohe
Oberfranken
Unterfranken

Alle nachfolgenden Texte sind recherchiert. Genutzt wurden verschiedene Quellen
sowie die einzeln gegoogelten Bio-Höfe. Weil da und dort Informationen
in den Listen fehlten, wurde telefonisch bei den Betrieben nachgeforscht.
Die nachfolgende Liste wird immer wieder aktualisiert auf den neuesten Stand,
darunter auch Korrekturen/Ergänzungen durch die Betriebe.

 

Tauberfranken: 38 Biobäuerlich-handwerkliche Betriebe
Großartige Quellen für genussvolle Lebensmittel:
gut
(Geschmack), sauber (Natürlichkeit) fair (kostengerecht)
Klima schonend, Böden heilend, Natur schützend, Vielfalt bietend
aktualisiert – 16.02.2021 –

Ahorn/Hohenstadt (74744 – MT)
Bioland-Hof Heinz Baumann, Eubigheimer Str. 24, Tel: 06296-1294, 0151-11216413, Mail: biolandhof_baumann@h1-baumann.de. Breit ist das Engagement: Getreide (Dinkel, Emmer, Rogen, Braunhirse), traditionell gedarrter Grünkern plus Geflügel als Masthähnchen und Legehennen (Les Bleus-Hühner), letztere im Mobilstall, sowie Kartoffeln, traditionell gedarrter Grünkern, Apfelsaft von eigenen Streuobstbäumen, Dinkel-Eier-Nudeln aus eigenen Produkten. Keine Selbstverändlichkeit: Man mästet auch die Bruderhühner und vermeidet dadurch ihr Vernichten als Küken. Direktvermarktung: Sa 11-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Bad Mergentheim (97980 – MT)
Bioladen, Hannelore Wagner, Mühlwehrstr. 29 (im Mühlwehrhaus), Tel.: 07931-51089, Mail: info@bioladen-mgh.de, http://www.bioladen-mgh.de. Das Sortiment ist breit gefächert, erste Wahl sind Bio-Produkte der Region. Bevorzugt werden jene in Verbandsqualität (Demeter, Bioland, Naturland, Ecoland etc.). Veranstaltet werden Verkostungen, aber auch solche zur Information. Öffnungszeiten: Di-Fr 09-18, Sa 09-14 Uhr.

Bad Mergentheim/Lillstadt
Gäa-Gärtnerei Josef Gutschick, Am Linsenberg 1, Tel: 07931-3220, Direktvermarktung Mo, Do 15-18 Uhr.

Bad Mergentheim/Markelsheim
Ecoland-Tauber-Mühle Kuhn, Engelsbergstr. 1, Tel: 07931-9649410, Mail: info@muehle-kuhn.de, www.unternehmer-aktiv.com/Muehle. Mehle von Urgetreiden wie Dinkel, Emmer, Einkorn, Rotkorn (Ur-Dinkel), aber auch von Weizen und Roggen, spezielle Vollkornmühle. Im Mühlenladen Verkauf von verschiedenen Mehlprodukten Mo-Fr 8-12:30 und 13:30-18, Sa 8-12 Uhr.

Bad Mergentheim/Schönbühl
Demeter-Hof Löber, Kurzstr. 13, Tel: 07932-60121, Mail: c.loeber@gmx.de. 40 ha bewirtschaften Vater & Sohn im Nebenerwerb; etwa ein Drittel der Fläche sind Äcker für den Anbau von Dinkel, Hafer und verschiedenen Kleearten. Die restlichen Zweidrittel sind Wiese und Weide für 40 Rinder: 16 Mutterkühe mit ihren Kälbern plus Ochsen.

Bad Mergentheim/Stuppach
Bioland-Hof Alois Nuß, Lindenstr. 24, Tel: 07931-45418, Mail: alois.nuss@gmx.de, www.bisonhof-nuss.de. Bisons, Limpurger Rinder, Zebus bevölkern die bergige Landschaft des Hofs – alle Kühe haben ihren Kälber bei  sich auf den Weiden und im Stall und nähren sie mit ihrer Milch (Mutterkuhhaltung). Stressfrei – nämlich durch Kugelschuss – werden die Tiere auf der Weide betäubt und anschließend fachgerecht geschlachtet.  Das kurzfaserige, dunkle Fleisch der Bisons ist fett- und colesterinarm, verlangt eine sanfte Zubereitung und ist geschmacklich einzigartig. Die Limpurger Rinder sind eine selten gewordene, alte Hohenloher Rasse, besonders gut schmecken die Weideochsen¹. Die Zebus dienen zwar vorwiegend der Landschaftspflege, doch sind sie auch kulinarisch interessant durch ihren außergewöhnlichen Geschmack. Das Fleisch aller Tiere wird per Direktvermarktung verkauft.        ¹) Slow Food Arche des Geschmacks

Demeter-Hof Albert Retzbach, Wehrgasse 1, Tel: 07931-45418, Mail: retzbach@kabelbw.de, www.demeterprodukte.de. Weizen, Hafer, Dinkel, Roggen, aber auch Feldgemüse werden angebaut, vor allem Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Rote Bete. Fruchtbar gehalten werden die Böden durch Klee- und Zwischenfruchtanbau als Stickstoffsammler; als Düngung dient der Mist aus der eigenen Tierhaltung: 25 Rinder, davon 9 Mutterkühe mit Kälbern, die in der warmen Jahreszeit weiden, in der kalten im Stall mit Auslauf leben. Die Kälber werden im Alter von 15 – 22 Monaten geschlachtet, das Fleisch anschließend per Direktvermarktung verkauft.

Bad Mergentheim/Wachbach
Ecoland-Biohof Scheidel GbR, Goldberg 31, Tel: 07931-41090, 0159-07088911, Mail: scheidelanton@web.de. 100 ha misst die bewirtschaftete Fläche, davon sind 1/3 Dauergrünland für die 55 Mutterkühe mit ihren Kälbern, die ausgemästet werden. Doch Dinkel beansprucht die größte Fläche mit fast 50 ha; weitere Produkte sind Grüne Linsen, Braugerste sowie Speisesenf, Kümmel, Leinsamen und Einkorn. Die Hofbio-Gasanlage (33 kw) wird ausschließlich mit dem anfallenden Mist betrieben und heizt das Wohnhaus und weitere Gebäude.

Boxberg (97944 – MT)
Bioland-Hof Dieter Burkhardt, Uiffinger Str. 47, Tel: 07930-8150, Mail: beateshofladen@gmx.de. Der landwirtschaftliche Betrieb mit Hofladen – geöffnet Sa 9-13 Uhr – bietet diverse Getreide und Kartoffeln, aber auch Fleisch und Wurst von den eigenen Schweinen. Der Hofladen organisiert zudem auch Veranstaltungen wie Kesselfleischessen, Schnitzelparty und andere.

Creglingen (97993 – MT)
Demeter-Rosen-, Obst- & Kräuterhof Taubertal von Reinhold Schneider, Rothenburger Str. 14, Tel: 07933-869, Mail: info@rosenhof-taubertal.de, www.rosenhof-taubertal.de. Gepflegt werden 200 Hochstamm-Apfel-Hochstammbäume, 100 Sorten Äpfel-Buschbäume, die auch zu Apfelsaft versaftet werden, 200 Quittenbäume. Das 2. Standbein sind allerlei Heilkräuter, die frisch an Unternehmen wie Weleda geliefert werden. Standbein 3 sind Rosen; alte und historische Sorten mit reichem, reintönigem Duft. Sie werden zu Rosenköstlichkeiten wie Rosenmus, -saft, -essig u.a. verarbeitet (siehe Webseite). Die Wildrose Rosa rubiginosa verarbeitet ein Großkunde zu Rosen-Gesichtswasser. Für Interessenten werden auch Rosenseminare angeboten. Der Hofladen befindet sich in der Rothenburger Str. 14. Und auch für kleine und größere Kinder werden Führungen, Hofbesuche mit Arbeitseinheiten etc. geboten.

Creglingen/Waldmannshofen
Demeter-Hof Tillmann Striffler, Nr. 42, Tel: 09335-518, www.bio-mit-gesicht.de/b1471.html. Der knapp 35 ha große Hof, davon knapp 5 ha Grünland, 1 ha davon sind Obstwiesen. Auf 2 ha werden Kartoffeln angebaut, auf 3 ha Speise- & Industriemöhren & Rote Bete – alles in Dammkultur. Zudem betreibt man eine Pflanzkartoffelvermehrung. Die übrige Fläche dient dem Anbau von Getreide: Winterweizen, Hafer, Sommergerste, Dinkel und Triticale. Gedüngt wird mit dem Mist der hofeigenen Tiere: Nämlich von 25 Kühen Fleckvieh plus eigenem Deckbullen. Ca. 2/3 sind Milchvieh, 1/3 sind Ammenkühe, nähren also nicht nur das eigene Kalb, sondern alle Kälber; hinzu kommen noch 20 Jungrinder zur Nachzucht für die Milch- und Ammenherde. Männliche Kälber werden verkauft als Mastkälber an andere Bio-Betriebe. Allen Rindern steht ein großer Laufstall mit Auslauf zur Verfügung. Erstklassiger Dünger ist auch der Mist der 45 Mastschweine in ihrem Außenklima-Stall. Der Hofladen bietet Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Zwiebeln und verschiedene Speisegetreide, jeweils Do, Fr 18-19 Uhr.

Hardheim/Breitenau (74736)
Biokreis-Imkerei Willared, Marcel Willared, Nr. 2 (Forsthaus), Tel: 06283-2266144, Mail: imkerei.willared@gmail.com, www.bio-imkerei-willared.de. Die Produktion dieser Bio-Imkerei ist breit: Neben 11 Sorten Bienenhonige: von Streuobstwiese über Waldhonig bis Wildkirsche auch 4 Honigspezialitäten wie Sweet Marzipan oder auch eine Zwiebel-Honig-Konfitüre, allerlei Kerzen und Teelichter sowie Bienenwachs – alles natürlich als Bio-Produkt.

Hemmersheim (97258 – MF)
Demeter-Hof Ulrich & Ute Gärttling, Dorfstr. 67, Tel: 09335-99925, Mail: u.gaerttling@web.de. Angebaut werden Speisekartoffeln, Möhren, Rote Rüben, Zwiebeln und verschiedene Sorten Speisegetreide, wie Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Linsen.

Demeter-Lindenhof Hemmersheim, Dorfstr. 40-41, Tel: 09335-9973123, Mail: Bildung: info@lindenhof-hemmersheim.de, Ferienhäuser: christine-primbs@t-online.de, https://lindenhof-hemmersheim.de. Der Ferienhof bewirtschaftet seit 30 Jahren biologisch-dynamisch seine Felder. Angebaut werden Getreidekulturen, Gemüse und Futtergras, letzteres für kooperierende Biobauernhöfe mit Viehhaltung; die Gegenleistung sind Mist zur Düngung der Felder.

Hemmersheim/Gülchsheim
Naturland-Hof Lehner GbR (Christina und Manuel Lehner), Obere Dorfstr. 11, Tel: 09335-997833, Mail: info@naturlandhof-lehner.de, www.naturlandhoflehner.de. Der kleine familiengeführte Hof mit 24 ha eigenem Grund hat mehrere Schwerpunkte: Als gelernte Geflügel-Tierwirte haben sie die beiden Inhaber einerseits auf Geflügel spezialisiert (Legehennen im Mobilstall), der immer wieder auf neues Grünland verschoben wird: gut für die Legehennen und gut für das Grünland, das sich so wieder regenerieren kann. Doch man lässt auch die Legehennen-Brüder aufpäppeln, allerdings bei Nachbarbetrieben bis sie ihr Schlachtgewicht haben zwischen 1,3  & 2,5 kg. Andererseits hält man auch eine stattliche Herde Coburger Fuchsschafe* mit Burenziegen sowie einige Exemplare der seltenen Rinderrasse Murnau-Werdenfels*, alle drei Arten „verdienen“ ihr Futter vor allem als Landschaftspfleger. Hinzu kommen noch die Haltung von einigen Fränkischen Landgänsen (sehr selten!) sowie Eiernudeln – die Eier natürlich vom Naturlandhof Lehner -, die ein befreundeter Betrieb für Lehners erzeugt .                                          *) Slow Food Arche des Geschmacks

Igersheim/Neuses (97999 – MT)
Bioland-Hof Markus Scheuermann, Bergstr. 11, Tel: 07931-5636124, biolandhof.scheuermann@gmx.de. Legehennen, Rinder, Kartoffeln – Eier, Weiderindfleisch und Kartoffeln sind die käuflichen Produkte; im Hofladen Eier und Kartoffeln täglich 16-19 Uhr oder nach tel. Vereinbarung. Das Fleisch vom Weiderind bekommt man nach vorheriger Bestellung in der Metzgerei Albrecht in Markelsheim.

Königheim (97953 – MT)
Ecovin-Weinbau & Wein-Wirtschaft Christian Geier, Baugasse 7, Tel: 09341-4539, Mail: info@oekoweingut-geier.de, www.oekoweingut-geier.de. Auf den 6 ha des Weinguts in der Lage Königheimer Kirchberg wachsen 10 Weinsorten, weiße und rote: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Weißer Burgunder, Johanniter, Kerner, Bacchus, Dornfelder, Regent und Schwarzriesling. Vielfältige Begrünung schützt den Boden vor Erosion, führt ihm Nährstoffe zu, fördert das Bodenleben. In der Weinwirtschaft – geöffnet jeweils im Frühjahr und Herbst Do-Sa ab 17 Uhr, So, Feiertag ab 15 Uhr (keine Reservierung)- genießt man zum Wein typisch Tauberfränkisches. Weinverkauf Mo-Fr 15-19 Uhr, Sa 9-16 Uhr.

Biokreis-Land-& Weinbau Ulrich Seitz, Ritterberg 8, Tel: 09341-4154, Mail: mail@oeko-seitz.de, www.oeko-seitz.de. Man ist Landwirt und Winzer – durchaus zwei verschiedene Berufe. Im Weinberg stehen bis zu 50 Jahre alte Weinstöcke für die Rebsorten Rivaner, Bacchus und Alte Reben – alles Weißweine, wobei letzterer aus den ältesten Reben gekeltert wurde; hinzu kommt noch der jüngere Rotwein Regent, wobei ein Teil des Saftes zum Rotling verwandelt wurde mit Hilfe der Weißweine. Ein perlender Genuss ist der Secco Alte Reben. Als Landwirt baut man Dinkel, Hafer, Weizen, Ackerbohnen, Braugerste und – in kleinen Mengen – Kartoffeln an. Hinzu kommt die Luzernevermehrung, was die Bienen erfreut.

EU-Bio-Tauberländer-Bio-Streuobstwiesen e.V., Faktoreigasse 3, Tel: 09341-898493, Mail: info@tauberlaender.de, https://tauberlaender.de. Der erst 2018 gegründete Verein will etwas verändern: nämlich eine große Zahl von artenreichen Biotopen, also Streuobstwiesen, erhalten. Die Mitglieder, deren Flächen bio-zertifiziert werden, verpflichten sich, die Vorgaben einzuhalten: richtige Baum- & Wiesenpflege, selektieren des gesunden, reifen Obstes und Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide & Unkrautvernichter; dafür erhalten sie für das Obst den doppelten Marktpreis. Die aktuell 14 Verkaufsstellen für Tauberländer-Apfelsaft, -Apfelspritzer und –Bio-Apfelschorle zeigt die Webseite.

Königheim/Brehmen
Demeter– & Naturschutzhof „Krautfürnix“, Uwe Wüst („dem graut vor nix“), Esselbrunner Str. 4, Tel: 09340-929417. Der Hof beherbergt viele seltene, weil vergessene Pflanzen und Tiere. So baut er bis zu 40 Getreidesorten an und freut sich über Unkräuter, solange sie den Kulturen Vorrang lassen. Man pflügt nur mit dem Hügelpflug und lockert nur den Boden, er krümelt dann von selbst, in den Hügeln entsteht ein gutes Kleinklima für die Saat, weshalb die Getreide sich gegen die Beikräuter in den Rillen gut behaupten. Die Felder werden von allerlei Tieren bewohnt: Rebhühner, Feldhasen, Schmetterlinge, Vögel und einer Insektenvielfalt. Vielfalt auch bei den Tieren: englische Langhorn­rinder mit Hörnern wie gewachsen, Hinterwäldler-Rinder ergänzen die Mutterkuhherde, ein Stier, ein großer Poitou-Esel, Wollschweine; Bentheimer und Deutsches Weide­schwein sind ganzjährig draußen – wie die Gänse.

Lauda-Königshofen/Gerlachsheim (97922 – MT)
Demeter-Weingut Baumann, Herrenbergstr. 7, Tel: 09343-8179, Mail: info@bioweingut-baumann.de, www.bioweingut-baumann.de. Bio-dynamisch inspirierter ökologischer Weinbau, Steillagenwein alter Terrassenanlagen – seit neuem geht man konsequent neue Wege: Statt weinlagen- und rebsortentypisch einfach Cuvée Weiß 809 (Müller-Thurgau Muscaris, Saphira, Souvignion gris, Silvaner, Solaris), Cuvée Rosé 809 (Spätburgunder, Schwarzriesling), Cuvée Rot 809 (Spätburgunder, Regent), Perlwein Rosé 809 (Kerner, Muscaris, Schwarzriesling); die 1. Ziffer bezeichnet das Jahr, die 3. die neunte Füllung. Hinzu kommen Liköre und Brände eigener Produktion, Honig eigener Bienen und Apfelsaft von eigenen Streuobstwiesen. Das Gasthaus „Zur Sonne“, das eine Ferienwohnung bietet, dient auch als Besenwirtschaft an 16 Wochenenden (siehe Webseite).

Niederstetten/Rüsselhausen (97966 – MT)
Bioland-Martinshof, Gerd Bayer, Nr. 6, Tel: 07934-1441, 0160-7369651, Mail: info@gerdbayer.com, www.martinshof-ruesselhausen.de. Gerd Bayer, ursprünglich ein weltgereister Modefotograf, übernahm vor Jahren den Hof von seinem Vater – eine herausfordernde Umstellung. Sein Ziel ist eine extensive Bewirtschaftung. Schon der Vater hatte auf Rinderhaltung gesetzt und sich für die Rasse „Schwarzbunte Holstein“ entschieden, eine umgängliche Rasse mit hoher Milchleistung; hinzu kamen durch den Sohn noch 2 „Rotbunte Holstein“-Kühe. Nicht zuletzt wegen des relativ schlechten Milchpreises verminderte man 2019 die Milchproduktion: ein Teil der Kühe wurde mit Fleischrindern belegt (Decken durch Samen eines schwedischen Fijäll-Bullens). Die Bio-Milch der noch vorhandenen Milchkühe erhält via Hohenloher Molkerei die Bio-Schiene der bayerischen Molkerei Gropper GmbH. Ein Teil der Fleischrind-Kälber – sie trinken die Milch der Mutter – werden später verkauft zum Mästen; die übrigen bleiben auf dem Hof, insbesondere die schwarzbunten Tiere.
Seit einiger Zeit sind die hier seltenen japanischen, schwarzen Wagyu-Rinder heimisch auf dem Hof und in der Landschaft – auch ein Bulle gehört dazu. Sie weiden in der warmen Jahreszeit durchgehend auf Bayers Wiesen, im Winter bekommen sie im Stall Heu, Stroh, Schrot aus eigenem Getreide, etwas zugekauftes Öl, Salz, Mineralfutter – eine extensive Fütterung; 3 Jahre brauchen sie fürs Schlachtgewicht (Direktvermarktung ab Hof, Tel:  0160-7369651). Weil die Tiere leichter sind, gibt es wenig Trittschäden an den steilen Streuobsthängen mit ihren 130 Bäumen. Bayers Bio-Felderzeugnisse sind Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel, Weizen, Triticale, Mais, Kartoffeln und Luzerne.

Retzstadt  (97282 – UF/MT)
EU-Bio-Imkerei, Stephan Pfister, Goldbrunnenstr. 31, Tel: 0170-4354238, Mail: info@honigtraum.de, www.honigtraum.de. Zwei Regionen nutzt Stephan Phister: Das unterfränkische Maintal zwischen Würzburg und Retzstadt, wo er und auch ein Teil seiner Bienenvölker wohnen (Goldbrunnenstr. 31) sowie im Taubertal die Landschaft um Lauda-Königshofen, wobei der zweite Teil der Bienenvölker im Weiler Sailtheim ihr Zuhause haben. Die vielfältige Vegetation des Maintals mit langen Sommern erbringt eine vielfältige Honigernte. Im Taubertal ist es wärmer, weshalb hier auch mediterrane Blühpflanzen gedeihen. Das Produktangebot ist breit: vom Frühlingshonig über Würzburger Honig (mild) und Sommer- und Waldhonig auch ausgefallene Spezialitäten: Akazien-, Buchweizen-, Fenchel-, Kastanien-, Kirschblüten-, Kornblumen-, Lavendel- und Lindenhonig sowie Honig Crema; hinzu kommen noch zwei Honigliköre.

Rothenburg o.T./Schnepfendorf (91541 – MF)
Bioland-Hof Rudolf Schilling, Nr.3, Tel: 09861-3946. Man hält Schweine, Rinder der Rasse Fleckvieh, Legehühner und baut Kartoffeln an. Als Direktvermarktung bietet man Schweine- und Rindfleisch sowie Frischmilch direkt vom Hof, außerdem Eier der Legehennen und Kartoffeln.

Simmershofen/Auernhofen (97215 – MF)
Naturland-Hof Krämer, Lange Dorfstr. 24, Tel: 09848-96845, Mail: info@kraemer-oeko-logisch.de, www.kraemer-oeko-logisch.de. Das Hauptgeschäft des Betriebs ist Landwirtschaft oben auf der Höhe bei Auernhofen, aber der Weinbau hat inzwischen ebenso Gewicht: einige Hektar der Steilhänge ins Taubertal südlich Auernhofen bei Tauberzell, ein Ortsteil von Auernhofen, werden ökologisch bewirtschaftet und haben kulinarische und wirtschaftliche Bedeutung; Weinverkauf im Hofladen in Auernhofen.

Sindolsheim/Mettelheim (74749)
Bioland-Gestüt „Hinter dem Hesselich“, Jan Weimer, Nr. 6, Tel: 06295-929249, Mail: kontakt@gestuet-hinter-dem-hesslich.de, www.gestuet-hinter-dem-hesselich.de/index.php/das-gestuet.
Der Betrieb, weitab vom Verkehr bietet Platz für 26 Pensionspferde und ca. 15 ha Weideflächen, außerdem ruhiges Ausreitgelände sowie eine Reithalle von 20 x 40 m. Reitunterricht und Beritt sind ebenfalls selbstverständlich.

Weikersheim (97990 – MT)
DemeterHof & Bioladen Dollmann, Pfitzinger Str. 2, Tel: 07934-995731, Mail: info@dollmanns-bioladen.de, www.dollmanns-bioladen.de. Seit 1988 ist der 35 ha große Bauernhof des Familienbetriebs ein Demeter-Mitglied; ihn führt heute Steffen Dollmann. Erzeugt werden Hokkaido-Kürbisse, gelbe Zwiebeln, Früh- & Spätkarotten, Rote Bete und Kartoffeln, eine Spezialität ist der Anbau von Kümmel. Den größten Teil der Fläche beansprucht der Anbau von Dinkel. Die Apfelbäume der Streuobstwiesen sorgen für den Apfelsaft. Die 12 Fleckvieh-Milchkühe mit Nachzucht grasen in der warmen Jahreszeit auf den Wiesen, im Winter bekommen sie eigenes Heu und eigene Grassilage; man beliefert damit auch die Demeter-Molkerei Schrozberg. Der Hofladen ist ein Bio-Laden, geführt von der Familie, denn er bietet ein Naturkostsortiment, dessen Produkte – neben den eigenen – Bio-Betriebe der Region anliefern.

Weikersheim/Honsbrunn
Bioland-Hof Jonas Deeg, Nr. 50, Tel: 07934-7278, Mail: biohof-deeg@t-online.de, www.biolandhof-deeg.de. Milchviehhaltung, Anbau verschiedener Getreidesorten, woraus in der eigenen kleinen Mühle gemahlene Mehle in der eigenen Backstube zu Brot & Nudeln verarbeitet werden. Die 50 Milchkühe und 30 Aufzuchtrinder (Hohenloher Fleckvieh) leben in einem großen Boxenlaufstall und erhalten Gras, Kleegras, Heu, Maissilage und Kraftfutter aus eigener Produktion. Kälbchen werden für die eigene Milchproduktion aufgezogen, aber auch an andere Höfe verkauft. Die Milch erhält eine Bio-Molkerei und wird dort zu deren Produkten verarbeitet. Der Hofladen ist jeweils Mittwoch von 13:30-19 Uhr (und nach Vereinbarung) geöffnet, er bietet neben den eigenen Produkten (Mehle, Kartoffeln, Apfelsaft) auch viele andere – je nach Saison; Fleisch aus eigener Rinderzucht gibt es an zwei Terminen im Herbst und Winter.

Weikersheim/Nassau
Demeter-Hof Volker Breitinger, Louisgarde, Nr. 1, Tel: 09336-1451, Mail: Volker.Breitinger@gmx.de. Der Hof liegt gewissermaßen mitten im Wald – und mit ihm auch der nachstehende Betrieb; sogar die Zufahrt zu ihm geht durch den Bauernhof mit seinem mächtigen Haupthaus. Beide arbeiten nach den Demeter-Prinzipien. Breitingers Hof ist mit 70 ha ein Ackerbaubetrieb, hinzu kommen noch gut 8 ha Grünland. Das Grünland wird genutzt als Weide für Rinder, die allerdings hier Gäste sind, weil einem befreundeten Kollegen gehörend. Das Ackerland dient der Saatgut-Vermehrung von Ackerbohnen, Erbsen, Wicken, Hirse, Amarant, aber auch von Weizen. Die Liste der Produkte wechselt jährlich. Abnehmer sind ErdmannHAUSER Getreideprodukte GmbH in Erdmannhausen und OBEG Hohenlohe GmbH in Schrozberg.

DemeterGemüsegärtnerei Louisgarde, Nr. 2, Tel: Gärtnerei 09336-1532, Abo-Kiste 09336-851, Mail  Gärtnerei: Abo-Kiste: info@louisgarder-biokiste.de, www.gaertnerei-louisgarde.de. 2 ha bewirtschaftet die Gemüsegärtnerei, die zu erreichen man Breitingers Demeter-Hof durchfahren muss. Aktiv in der Gärtnerei sind Lutz Neuendorf und Melanie Appel, die Abo-Kiste betreut Charlotte Deininger.

Weikersheim/Standorf
Ecoland-Hof Thomas & Sabiene Wagner, Nr. 6, Tel: 07933-20077, Mail: sajolema@gmx.de. Angebaut werden Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbis; die eigenen Bienenvölker erzeugen Honig. Der Verkauf der Produkte erfolgt vor allem über Direktvermarktung nach telefonischer Vereinbarung und mittels einem Stand beim Samstag-Markt (8-11 Uhr) in Niederstetten.

Wertheim (97877 – MT)
BiolandGärtnerei Dieter Haas & Christiane Bauer, Obere Lederklinge 60, Tel: 09342-856580, Mail: gaertnerei-dieter-haas@web.de, www.bioland-gaertnerei-haas.de. Man bezeichnet sich selbst als kleine Gärtnerei, hat aber eine riesige Vielfalt im Angebot: über 400 Sorten Tomaten, dazu viele Sorten Chili und Paprika von mild bis (sau)scharf. Aber auch deren Saatgut. Hinzu kommen wurzelechte Strauch- und Kletterrosen, Kräuterklassiker & Raritäten. Außerdem auch Gemüsepflanzen für den Hausgarten sowie Kübelpflanzen. Eigener Apfelsaft und ein kleines Feinkostsortiment runden das Angebot ab. Öffnungszeiten sind: Di, Do 10-18 Uhr und nach Absprache. Inzwischen vermarktet man auch bundesweit auf Märkten die eigenen Produkte und beliefert auch den Versandhandel.

Wertheim/Dörlesberg
Bioland-Hof Daniel Joas, Ernsthofsiedlung 7, Tel: 09342-22974, Mail: info@biohofjoas.de, www.biohofjoas.de. Neben der Landwirtschaft betreibt man eine Biogasanlage, die neben der eigenen Nutzung der Wärme auch rund 100 Haushalte versorgt. Auf den Feldern arbeitet man humusmehrend durch bestimmte Fruchtfolgen und Anbaumethoden; das Getreide liefert man an die Bioland– Erzeugergemeinschaft OBEG Hohenlohe in Schrozberg-Zell. An Tieren hält man Milchkühe; sie weiden in der warmen Jahreszeit, in der kalten leben sie in einem Außenstall mit großzügigen Platzangebot. Im Hofladen kann man sich Frischmilch täglich abholen zwischen 17:30-18:30 Uhr. Verfügbar sind außerdem auch Brie mit Knoblauch als Eigenproduktion (?), weitere Bries, Camembert und halbfester Schnittkäse aus eigener Milch, produziert von der Kirchen-Käserei Sindolsheim. Und natürlich ist auch Rindfleisch erhältlich, da in regelmäßigen Abständen geschlachtet wird, wobei man sich wünscht, möglichst 5- oder 10-kg-Gebinde zu bestellen.

Bioland-Bäckerei Steinruck, Hundheimer Str. 26, Tel: 09342-37649, Mail: info@bäckerei-steinruck.de, www.bäckerei-steinruck.de. Alle Produkte nach eigener Rezeptur, 3-Stufen Sauerteig ist die Basis, selbst gemahlenes Vollkornmehl eine weitere Grundlage für Vollkornbrote. Alle Produkte nach eigener Rezeptur, 3-Stufen Sauerteig als Basis, selbst gemahlenes Vollkornmehl eine weitere Grundlage für Vollkornbrote; erzeugt werden Roggen- und Weizenmischbrote, Bauernbrot, Sonnenblumenkernbrot, verschiedene Kleingebäcke & Brötchen. Geöffnet Di 7-12:15, 16-18 Uhr, Mi 7-12:15, 15-18 Uhr, Do 7-12:15, 16-18 Uhr, Fr 7-12:15, 14-18 Uhr, Sa 7-11 Uhr. Beliefert werden auch die Nachbarorte.

Wertheim/Sachsenhausen
BiolandHof F. & J. Klein, Schmiedsgasse 1, Tel: 09342-6386, Mail: biolandhof-klein@t-onine.de, www.lupinenkaffee.de. Bewirtschaftet werden 42 ha mit Hülsenfrüchten, Gemüsen, Kartoffeln und Äpfel-Streuobst. Aus der Weißen Süßlupine, einem Schmetterlingsblütler wie Erbsen und Bohnen, erzeugt man Lupinenkaffee, Lupino genannt, Lupresso (Espresso), Lupino Mokka und dies erfolgreich seit Jahrzehnten. Neu ist die Schokolade mit Lupino-Knusperstückchen; doch auch Lapina, fein gemahlen, ist im Angebot, außerdem vier Falafelmischungen verschiedener Geschmacksrichtungen, basierend auf selbst angebauter deutscher Kichererbse, der Platterbse, fertig gewürzt mit Kräutern, Gemüsen und Gewürzen für die schnelle Küche, sowie essfertig Gewürzgurken und Rote Bete im Glas, ebenso drei süße Brotaufstriche aus Früchten und Apfelsaft. Der Hofladen, geöffnet Di, Fr 17-19, Sa 9-11:30 Uhr und nach Vereinbarung, bietet zudem noch viele zugekaufte Bio-Produkte.

Wertheim/Urphar
Bioland-Hof Edwin Flegler, Am Klosterweg 2, Tel: 09342-23787, Mail: edwin-flegler@web.de, www.flegler-biokartoffeln.webador.de.

Wittighausen/Oberwittighausen (97957 – MT)
Bioland-Hof von Thomas Haaf (das Unternehmen ist registriert als Haaf GmbH & Co.KG), Ringstr. 16, Tel: 09347-587, Mail: info@haafbiohof.de, www.haafbiohof.de. Thomas Haaf ist Gesicht des schon seit 1989 ökologisch produzierenden Betriebs mit 49 ha Ackerfläche und 4 ha Wald. Die Legehennen in den Mobilställen erhalten weitestgehend eigenproduzierte Futtermittel, auch Soja, aber getoastet im eigenen Toaster fürs Bewahren der Aminosäuren. In der eigenen Packstelle werden die Eier frisch vom Stall verpackt. Ebenso die Eier der Hühner des Bioland-Kollegen Joachim Derr im Ortsteil Unterwittighausen. Haafs Hof ist zwar als Bio-Eier-Produzent bekannt, doch baut man vielerlei Getreide und Gemüse an: Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Tritikale, Mais, Erbsen, Ackerbohnen, Kleegras, Rote Bete, Möhren, Emmer, Einkorn, Linsen, Kartoffeln. Und man ist ökologischer Saatgutproduzent. Die eigene Reinigungsanlage säubert alle Getreide. Ebenso aufbereitet wird auch das erzeugte Saatgut – seit über hundert Jahren erzeugt man’s; man war einer der ersten für biologisches Saatgut. Und man ist energieautark mittels Photovoltaik-Anlagen und Windräder plus Sonnenstrom.

Wittighausen/Unterwittighausen
Bioland-Hof von Joachim Derr, Am Weiher 6, Tel: 09347-659. Zusammenarbeit mit dem gewissermaßen nachbarlichen Bioland-Hof von Thomas Haaf (siehe Oberwittighausen) hinsichtlich der Bio-Eier-Produktion durch Legehennen. Man produziert landwirtschaftlich das Futter für die eigenen Hühner, deren Eier man an den Vermarktungspartner Thomas Haaf verkauft, der sie zusammen mit den Eiern seiner Legehennen vermarktet.

©   Hans-Werner Bunz                               Foto: Coburger Fuchsschafe*  © Manuel Lehner

Frankens kulinarisches Erbe

Es war der Franke Karl der Große (Carolus Magnus, Charlemagne), König des fränkischen Reiches, als erster seit der Antike ab Ende des Jahres 800 auch Kaiser, dessen Herrschaft dem Frankenreich die größte Ausdehnung und Machtentfaltung bescherte. Er eroberte das Langobardenreich in Italien (774), christianisierte in einem blutigen und immer wieder unterbrochenen langen Krieg die Sachsen (772 – 804), integrierte 788 das Herzogtum Bayern, in den neunziger Jahren das Restreich der Awaren – kurz, er machte sein Reich zur europäischen Großmacht, zum bedeutendsten Staat im Westen Europas seit dem Fall Westroms. Karl der Große schuf eine effektive Verwaltung, eine umfassende Bildungsreform und galt schon zu Lebzeiten als Pater Europae.

Franken heute ist immer noch ein bedeutender Teil Deutschlands und vor allem Bayerns durch die Lande Ober-, Mittel-, Unterfranken; fränkisch freilich sind auch die baden-württembergischen Regionen „Tauberfranken“ und „Hohenlohe-Franken“, wie die hohenlohische Mundart beweist: „..iwweroll is dort am Beste, wou mr hohelohisch kou“¹, stießen doch einst im 8. Jahrhundert die Franken bis zum Neckar vor. Hinzu kommen in allen fünf Landschaften bei allen regionalen Unterschieden die Eigenständigkeiten der Speisen, die dennoch viel Verwandtschaft verraten.

Franken – das Land der besonderen Spezialitäten
16 der 77 aktuell und offiziell in die deutsche Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommenen Passagiere stammen allein vom Convivium Mainfranken-Hohenlohe (6 waren mein Betrag). Doch Franken bietet noch viel mehr regionale Spezialitäten. So wichtig die Slow Food Initiative ist (leider keine weiteren Aktivitäten in unserer Region seit längerem), doch sieht man die nachstehende Menge weiterer möglicher Kandidaten (und auch diese Liste ist zweifelsfrei noch verlängerbar), erkennt man: Franken ist nach wie vor reich an existenten Spezialitäten – wobei ich vor allem die Regionen Unter-, Ober-, Tauberfranken und Hohenlohe im Blickfeld habe. 

Kategorie Getreide
– Grünkern vom Bauländer Spelz* (Hohenlohe, Taubertal)
Kategorie Gemüse
Kartoffelsorten: Bamberger Hörnla* – festkochend, Schwarzblaue Frankenwälder* – mehlig (Oberfranken)
Kohlsorten: Bamberger Spitzwirsing* (Oberfranken)
Leguminosen: Sennfelder Schusser – Markerbse (Unterfranken)
Möhren, Karotten: Gochsheimer Gelbe, echt gelbe Rübe (Unterfranken)
Stielgemüse: Mangold „Sennfelder Stiel“* (Unterfranken)
Rettiche: Bamberger Rettich*, Würzburger Radieschen (Unterfranken)
Zwiebelgewächse: Bamberger Knoblauch*, Bamberger birnförmige Zwiebel* (Oberfranken), Gochsheimer lange Zwiebel (Unterfranken)
Kategorie Pilze
Speise-Pilze: Schiefertrüffel (Oberfranken)
Kategorie Früchte
Äpfel: Roter Winterrambour, Rosenapfel (Oberfranken), Lederapfel, Seebaer Bosdorfer (Unterfranken), Kaiser Wilhelm, Wettringer Schafsnase (Mittelfranken)
Birnen: Hänser Birne (Unterfranken), Bamberger Kugelbirne (Oberfranken), Schlankeles Birne (Hohenlohe)
Quitten: Astheimer Perlquitte, Vogelsburger Apfelquitte, Volkacher Riesenquitte, Casteller Quittenrenette, Würzburger Goldquitte (Unterfranken), Bamberger Michelsberg Birnenquitte (Oberfranken)
Trockenobst: Fatschenbrunner Hutzelbirne* (Unterfranken)
Kategorie Reben
– Franken-Frühburgunder, Blauer Silvaner (Unterfranken)
Kategorie Gebäck
– Bamberger Butterhörnla, Bernecker Pfeffernüssla (Oberfranken), Ostheimer Reiter, Lohrer Neujahrsbrezel, Kissinger Hörnchen (Unterfranken), Bounzelich, Crailsheimer Horaffen, Flachswickel, Langenburger Wibele, Schnitzbrot (Hohenlohe)
Kategorie Getränke
Weine: Rotwein „Tauberschwarz“* (Tauberfranken), Blauer Silvaner (Unterfranken), Alter fränkischer Satz* (Unterfranken)
Biere: Bamberger Rauchbier*, Zoigl-Bier (Oberfranken)
Kategorie Tiere
Rinder: Fränkisches Gelbvieh* (Unter-, Mittel-, Oberfranken), Limpurger Rind (Hohenlohe)*, Sechsämter-Rotvieh – heute integriert in Rotes Höhenvieh* (Ober-, Unterfranken), Ansbach-Triesdorfer Rind* (Unter-, Mittelfranken)
Schweine: Schwäbisch-Hällisches Schwein* (Hohenlohe)
Ziegen: Frankenziege (Unter-, Ober-, Mittelfranken), Thüringische Waldziege (Thüringen, Oberfranken)
Schafe: Rhönschaf* (Unterfranken), Coburger Fuchsschaf* (Ober-, Unterfranken)
Geflügel: Frankengans/Fränkische Landgans (Unterfranken)
Fische: Bachforelle (Unter-, Oberfranken)
Kategorie Fleischprodukte
Terrinen: Ostheimer Leberkäs* (Unterfranken)
Wurst, Schinken: Kulmbacher Krenwurst (Oberfranken), Zwetschgenbames (Oberfranken)
Milchprodukte: Ziebeleskäs, Quärkla (Oberfranken), Luggeleskäs (Hohenlohe)

¹) Hohenlohe – Kulinarische Streifzüge S. 10, Sigloch Edition,
*) Passagiere Slow Food Arche des Geschmacks durch Slow Food Mainfranken_Hohenlohe

Siehe auch Beitrag
Gastronomen wagt mehr!
Traditionelles Saatgut versus Patentsaatgut

©   Hans-Werner Bunz   Foto: © Friedrich Barfs, Alter fränkischer Satz (weiße/rote Trauben) 

Leben auf dem Land war nie idyllisch

Es gibt jede Menge bunter Zeitschriften, die das Landleben idealisieren. Und da gibt es dann auch tatsächlich Leute, Städter, die sich deswegen dort niederlassen. Manche Dörfer haben gar extra Flächen außerhalb des Dorfkerns ausgewiesen, wo man sich sein „Traum“-Haus bauen kann. Aber nach einiger Zeit findet so mancher Neunachbar, das Krähen des Hahns, das Gegackere der Hühner nach dem Eierlegen oder die Kirchglocke sei unerträglich laut – und zieht vor Gericht mit einer Klage.
        Fakt ist: Die Dörfer veröden zunehmend, besonders jene, die weit entfernt sind von einer Stadt. Immer mehr Häuser stehen leer. Immer seltener sieht man junge Leute. Und oftmals auch keine Bauern, sind  diese doch nur noch ein oder zwei, höchstens drei, aber hinausgezogen in ihren neu gebauten Einsiedlerhof, im Dorf war nicht genug Platz für benötigte Erweiterungen. Die Dörfer sterben – die jungen Leute sehen keine Zukunft mehr im Dorf, ziehen weg in die Stadt oder deren Vororte.
        Quicklebendig waren die Dörfer noch vor 70 Jahren: viele aktive Bauern, mindestens ein Dorfwirtshaus als gesellschaftlicher Mittelpunkt, häufig gab’s eine Grundschule, oft auch Läden oder zumindest den Dorfladen, die Kirche war sonntags gut besucht – heute ist das meiste davon Vergangenheit, selbst an Pfarrern und Priestern mangelt’s.

Dramatischer Bauernhöfe-Schwund
Als pars pro toto Baden-Württemberg: Um 1950 gab es landesweit noch viele zehntausende Betriebe, die kaum 5 Hektar bewirtschafteten, 5 – 10 Hektar bewirtschafteten noch 78.640 Höfe, 31.686 verfügten bis 20 ha und galten schon als stattlich; Großbauern waren jene 7.893 Höfe, die bis 50 ha bewirtschafteten – und nur 890 lagen noch darüber. Auch 10 Jahre später hatte sich kaum etwas verändert: man zählte in der gleichen Region insgesamt 334.241 Bauernhöfe, davon 215.909, die weniger als 5 Hektar bewirtschafteten, 70.640 mit 5 – 10 Hektar, 38.767, die über 10 – 20 Hektar verfügten, 8.276 mit 20 – 50 Hektar und gerade mal 649 die noch größer waren.          Doch schon 11 Jahre später war vieles anders: Nur noch 215.430 Höfe insgesamt in Baden-Württemberg: fast 120.000 hatten aufgegeben. Und 2019 waren es nur noch 39.600 Betriebe! Nur 9.300 von ihnen bewirtschaften mehr als 50 Hektar, fast genau so viele (8.900) 20 – 50 Hektar; für die meisten der 21.400 Landwirte mit weniger als 20 Hektar Fläche ist die Landwirtschaft wohl ein Nebenerwerb; ihren Lebensunterhalt verdienen sie mit ihrer Arbeitsstelle weit außerhalb ihres Dorfes. Ihren dortigen Arbeitsplatz erreichen sie selten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weshalb das eigene Auto oder eine Fahrgemeinschaft diese ersetzen.

Die Dörfer veröden
Vielen ist das Fahren zu viel, wenn die Arbeitsstelle weit entfernt ist: Sie verlassen ihr Dorf, ziehen in die Stadt oder in einen der Vororte. Zurück im Dorf bleiben die wenigen, die noch Vollerwerbslandwirt, die noch nebenberuflich ihren Grund und Boden versorgen oder schlicht zu alt sind, um einen Neuanfang in unbekanntem Terrain zu wagen. Weil immer weniger im Dorf wohnten, schlossen die Geschäfte, auch für’s Gasthaus findet sich kein Gastwirt mehr: die Dörfer werden stiller, eintöniger, lebloser. Wer bleibt, hat weite Wege zu überwinden, will er zum Arzt, etwas Einkaufen, Geselligkeit erleben.

Mehr regionale Produkte – die Rettung?
Sie sind in der Tat begehrt – zumindest sagen die Leute das, befragt man sie. Doch selten ist, was verbal so begehrt wird, auch wahr; Fakt ist: Die Kundschaft sucht vor allem das Billige. Weshalb das aktuelle Lebensmittelsystem auch Täuschung erlaubt „durch den Lebensmittelgroßhandel von Aldi bis Netto“, so der Kulturgeograf Prof. Werner Bätzing jüngst in der Mainpostausgabe Nr. 194/2020. „Es würde“, so Bätzing, „unter dem Label „Regionalfenster“ mit staatlicher Hilfe Regionales vorgegaukelt, dabei handele es sich um agroindustrielle Ware.“
        Doch wer wirklich regionale Produkte haben will, kann’s verwirklichen – sogar in vielen Fällen ganz einfach: Als Städter einkaufen auf dem Wochenmarkt. Es gibt ihn in vielen Städten und Städtchen, beschickt werden sie von den Gärtnern und Landwirten, konventionell und ökologisch arbeitenden. Aber auch ein Besuch beim Landwirt und seinem Hofladen lohnt – schon, um sehen, wie und wo der Landwirt arbeitet, wie er seine Tiere hält, was sein Hofladen alles bietet. Und dabei lernt man auch noch – und das kostenfrei – das eine oder andere über Tiere, Pflanzen und die Arbeit eines Landwirts kennen. Besonders interessant für jeden, der etwas für die Mitwelt tun will, sind dafür die ökologisch produzierenden Bio-Landwirte: Sie machen vieles anders, weshalb die Produkte gesünder, natürlicher und verträglicher sind – auch für die Natur und für unseren Planeten.

Ländlicher Raum – ein Verlierer?
Prof. Bätzing verneint dies entschieden; selbst die Traditionen würden immer noch gepflegt, auch gäbe es viele Initiativen von unten. Doch das reiche nicht, so Bätzing, es brauche einen Politikwandel für mehr Freiheiten im ländlichen Raum mit der Folge, dass der ländliche Raum die Basis wäre, „die Städte mit Qualitätsprodukten von Lebensmitteln über Handwerksprodukte bis zu Dienstleistungen zu versorgen“. 

In diesem Sinne empfehle ich die einzigartigen Listen der fränkischen Bio-Bauernhöfe & Bio-Betriebe der nachstenden Regionen hier im Blog „Die Mitwelt“; sie werden kontinuierlich aktualisiert. Als Suchkriterium habe ich die Orte gewählt: einfach die gewünschte Region anklicken:

Unterfranken
Oberfranken
Tauberfranken

Hohenlohe/Schwäbisch Haller Land

©   Hans-Werner Bunz                                       Foto: Erntedankfest © Alexandra Herterich

 

Besser essen tut gut – auch unserem Planeten

Was Sie essen und trinken beeinflusst nur Sie und ihren Körper? Das ist zu kurz gedacht: Alles, was Sie essen beeinflusst auch unseren Planeten – mit allem, was drauf, drin und darüber (Atmosphäre) ist. Zum Guten oder zum Schlechten: je nachdem, was Sie essen. Sie lachen? Nein, es ist kein Witz. Das, was Sie essen, hat jemand irgendwo hergestellt – und diese Herstellung plus der vor- und nachgelagerten Aktivitäten bis Sie das Produkt kaufen können, sind mehr oder weniger gut für den Planeten.
Und mittelbar auch noch für Sie – entweder zum Guten oder zum Schlechten. Ist nur Wohlschmeckendes Gesundes? Geschmack alleine ist kein guter Ratgeber hinsichtlich Gesundheit: was dem einen schmeckt, schmeckt dem anderen noch lange nicht. Erst recht unwichtig ist der Geschmack im Hinblick auf unseren Planeten, für ihn ist vor allem wichtig was, wie, wo, womit das Produkt erzeugt wurde.

Ein Lebensmittel soll, so Wikipedia, den menschlichen Körper ernähren mittels Nahrungsmitteln – wozu auch Trinkwasser gehört. Von einem guten Lebensmittel wird auch Genuss erwartet. Ob allerdings das Lebensmittel an sich ein gutes ist, ist eine ganz andere Frage, verlangt die Antwort doch erhebliche Voraussetzungen: Satt werden und guter Geschmack alleine reichen nicht aus, sind beide doch kaum mehr als eine individuelle Beurteilung. Ein gutes Lebensmittel muss weit mehr bieten als guten Geschmack, der natürlich dennoch dazu gehört. Das fängt schon beim Werden des Produktes an – wie geschah das?
 Ist es ein Hybrid-Produkt? Also eine moderne Gemüsesorte, gentechnisch manipuliert, nicht vermehrbar, vom Bauern/Gärtner jährlich neu zu kaufen?
♥♥ Oder ist es eine samenfeste Sorte, deren Samen der Bauer/Gärtner selbst ernten kann, läßt er eine gewisse Menge Pflanzen blühen für die Samenbildung? Auch so manchem Bio-Bauer ist dies zu aufwändig; außerdem sind oft erwünschte Arten nicht lieferbar oder nicht in ausreichender Menge, weshalb auch die weiter unten gelisteten Zertifizierungs-Vereine Hybrid-Saatgut bislang zulassen.
⇒ Wächst das Produkt auf einem Acker, angereichert mit Kunstdünger und mit Pestiziden besprüht?
♥♥ Oder wächst es auf einem fruchtbaren Boden ohne Kunstdünger und Pestizid-Einsatz?
Stehen die Hühner engst gepfercht?
♥♥ Oder haben sie Auslauf, wodurch es zwar weniger von ihnen gäbe, aber mit schmackhafterem und gesünderem Fleisch – vom Tierwohl ganz zu schweigen.
 Lebten die Schweine auf Spaltenböden über ihrer Jauche, sind die Muttersauen in enger Käfighaltung, wo sie nur stehen oder liegen können?
♥♥ Auf Stroh mit Auslauf haben die Tiere mehr Bewegungsfreiheit, können tollen, ihre Muskeln bewegen und sauber bleiben; denn sie sind im Grunde reinliche Tiere.
Stehen Rinder beengt in engen Ställen?
♥♥ Dürften sie weiden, wie es natürllich wäre, gäbe es weniger von ihnen inklusive ihrer klimaschädlichen Methan-„Rülpser“; auch ihre Milch wäre besser, das Fleisch genussreicher, ihre Weiden fruchtbarer mit erheblich mehr gespeichtem CO2 – gut fürs Klima.

Mit anderen Worten: ökologisch erzeugte Produkte haben viele Vorteile für Mensch, Tier, Pflanze, die Mitwelt und den Globus. Ihr Geldbeutel allerdings würde stärker geplündert werden – doch ist verantwortungsbewusster Konsum auch ein Wert, der dem Einzelnen, der Allgemeinheit und der Zukunft unseres Globus gut tut. Und eigentlich ist es gar nicht schwer, das Gute vom weniger Guten zu trennen: Es sind die Mitglieder der nachstehenden Vereine mit stringenten Regeln für eine ökologische und damit mitweltverträgliche Lebensmittelproduktion. Regelmäßig mindestens einmal – manche sogar zweimal – im Jahr werden die einzelnen Erzeuger nach den strengen Vorschriften der Vereine, denen sie angehören, von spezialisierten Unternehmen kontrolliert.

Nachstehende Bio-Verbände gelten als die strengsten:
Demeter e.V. ist das älteste (seit 1928) und strengste Bio-Siegel. Es garantiert die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise entlang der ganzen Wertschöpfungskette – sogar weltweit; Prüfung erfolgt jährlich; in Deutschland sind 845 Betriebe Demeter-Mitglieder. Viele produzieren neben Rohstoffen auch Fertigprodukte (www.demeter.de).
 Naturland e.V., 1982 gegründet, versammelt über 65.000 Bauern in 58 Ländern unter seinem Bio-Siegel; Sozialrichtlinien (seit 2005) gewährleisten eine faire Erzeugung und Verarbeitung. Man zertifiziert auch ökologische Waldnutzung bzw. Aquakultur. Prüfung erfolgt mindestens 1 x jährlich (https://naturland.de/de/).
Bioland e.V., 1971 im Schwäbischen als „Bio-Gemüse e.V.“ gegründet, 1979 in Bioland e.V. umbenannt, verweigert eine Bio-Zertifizierung, wenn Gentechnik, Massen-Tierhaltung, chemisch-synthetische Stickstoff-Dünger und Pflanzenschutzmittel genutzt werden. Anfang 2020 waren Mitglieder 8.154 bäuerliche Betriebe, die über 451.000 Hektar bewirtschaften (www.bioland.de/richtlinien).
Der Biokreis e.V., 1979 entstanden in Bayern, vereint rund 1.200 Landwirte deutschlandweit mit mehr als 60.000 Hektar Fläche. Tierwohl, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, regionale Zusammenarbeit sowie handwerkliche Lebensmittelverarbeitung sind die Ziele (www.biokreis.de)
Biopark e.V. – Ökologischer Landbau, gegründet 1991 in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, vertreten in 13 Bundesländern: 300 Betriebe wirtschaften in Naturschutzgebieten; rund 500 Landwirtschaftsbetriebe,  über 100 Verarbeiter und Händler sind Mitglieder (www.biopark.de).
Gäa e.V., noch in der DDR entstanden, heute in 11 Bundesländern und in Südtirol vertreten: Ökolandbau mit sozialer Gerechtigkeit ist das Programm. Der Verband zählt 400 Partner aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel, meist Familienbetriebe und Genossenschaften (www.gaea.de).
Ecovin – Ökologischer Weinbau e.V.,1985 gegründet vereint aktuell rund 200 zertifizierte Weinbau-Betriebe vor allem aus Deutschland, die gemeinsam 2.390 ha bewirtschaften, ca. 25 % der deutschen Weinbauflächen  (www.ecovin.de).

Gut für uns ist, was artgerecht, die Mitwelt und den Planeten schonend entstand. Durch diese Organisationen zertifizierte Lebensmittel sind besser ihrer inhaltlichen Qualität und der die Mitwelt – Klima, Tierwohl, Bodenfruchtbarkeit – schonenden Produktion wegen. Diese Erzeuger sind praktisch in allen Bundesländern vielfach vertreten. Das ermöglicht Bio-Lebensmittel zu kaufen mit wesentlich weniger klimaschädlichen Transportkilometern im Vergleich zu Transporten aus Europas Süden, Afrika, vorderer Orient oder gar aus Übersee und Fernost. Und da inzwischen viele Gemüse und Früchte, einst nur wachsend in EU-Staaten mit Landschaften südlich unserer Grenzen, längst seit vielen Jahren, Jahrzehnten gar, in vielen Teilen Deutschlands wachsen, sollte man diese bevorzugen – nicht aus patriotischen, sondern aus Mitwelt-, Klima- und unseren Globus schützenden Gründen.

Übrigens: Selbstvermarktende Lebensmittel-Erzeuger der Region ohne Bio-Zertifikat – Land- und Tierwirte, Brauer, Winzer, Käser, Metzger, Bäcker, Konditoren usw., die nachweislich Produkte der Region verwenden, sind die zweitbeste Entscheidung für den Einkauf. Manche sind auf den Wochenmärkten zu finden, alle aber in ihren Dörfern. So manches Landratsamt publiziert auch Broschüren mit den jeweiligen Adressen und Angeboten. Ebenso gibt es regionale Initiativen wie beispielsweise „Mainbogen“ mit Sitz in Grafenrheinfeld oder die „Dachmarke Rhön GmbH“.

Siehe auch Bio-Bauernhöfe & andere Bio-Betriebe in
Unterfranken
Oberfranken
Tauberfranken
Hohenlohe/Schwäb. Haller Land

©   Hans-Werner Bunz                             Foto: Ausschnitt, © http://www.regional-saisonal.de/Kalender/Gemüse

Slow Food Mainfranken_Hohenlohe gab Patenschaft-Streuobstanlage auf

Die Idee zu dieser Hochstamm-Streuobstanlage entstand bei Slow Food Mainfranken_Hohenlohe Ende 2013, verwirklicht wurde sie Im Frühjahr 2014.  Es war Gerd Sych, Leiter dieser Slow Food Regionalgruppe, dem wohl diese Idee zugetragen wurde; das Leitungsteam unterstützte die Idee einer Streuobstanlage auf der Basis von Patenschaften für die Bäume. Es fand sich auch in der lokalen Mitgliederschaft ein Öko-Landwirt für die Pacht (lt. Gesetz muss es ein Landwirt sein) und die Pflege des Geländes und der Jungbäume: Bioland-Landwirt Marius Wittur. Er willigte zu beidem ein: Pächter und fachlicher Betreuer zu sein gegen Kostenersatz von Pacht und Pflege der Bäume und der Anlage. So unterschrieb er den Pachtvertrag und machte sich ans Werk: Das Belegungskonzept mit 84 Bäumen auf dem halben Hektar entwickeln, wobei er auch einen gewissen Ausfall einplante ohne das künftige Bild des Bestands zu beeinträchtigen, eine Liste der 84 Baumfrüchte erstellen, die Bestückung – welche Sorte wo auf der Fläche – konzipieren, den Boden aufbereiten, Stützen für die Jungbäume besorgen, Pflanzlöcher auszuheben, die richtige Erdenmischung produzieren, die Bäume pflanzen, die Stützen einrammen und die Jungbäume anbinden. Dann musste kräftig gegossen werden, die Triebe kurz geschnitten, damit die Wuchskräfte sich den Wurzeln zuwandten. Die Conviviumleitung warb derweil für die Patenschaften – und war sehr erfolgreich.

Die Örtlichkeit: Gelegen ist dieser Hochstamm-Streuobstgarten direkt am Main kurz hinter dem westlichen Ortsausgang des Weinortes Sommerach am südlichen Ende der sogenannten Weininsel: das Werk der Erbauer des Schifffahrtskanals zwischen Volkach und Schwarzach erschuf sie an der südlichen Mainschleife rund um den respektablen Weinberg zwischen Astheim im Westen, Nordheim a.M. (gegenüber Escherndorf) im Norden und Sommerach im Süden. Streuobst und Wein sind gewissermaßen die Charakteristika dieser Landschaft. Wittur, gelernter Baumpfleger und erfolgreicher, ökologisch zertifizierter Bioland-Landwirt für Quittenkulturen, und Kenner von Obstkulturen wählte traditionelle Hochstamm-Sorten aus: als Steinobstarten Kirsche, Pflaume, Reneclaude, Pfirsich, Aprikose, als Kernobstarten Apfel, Birne, Quitte – insgesamt 84 Sorten. Gepflanzt mit großen Abständen in elf Reihen, damit sich die Bäume buchstäblich ausbreiten können. Auch erhielt jedes Bäumchen ein Schild mit dem Namen des Paten, darunter auch einige mit dem Conviviumnamen.

Die Natur: Der erste Sommer (und nicht nur der erste) war heiß und trocken. Hinzu kam, dass unter der Grasnarbe das Hindernis zum Wasser eine – zuvor unbekannte – Sand- und Kiesschicht lagerte, die trotz Wässern der Jungbäume und kurz geschnittener Äste einige schwächeln ließ, was sich ein Schmetterling, der Nachfalter Cassus cassus, genannt „Weidenbohrer“ aus der Familie der Holzbohrer (Cossidae), zunutze machte: Es waren nicht wenige Bäumchen, die kümmerten, und manche verdursteten und mussten ersetzt werden: es waren bis 2017 wohl um die 15, wie Wittur meint; die Kosten für ihren Ersatz bezahlte das Convivium. Leider waren viele Sommer sehr warm und wenig regenreich. Doch seit 2018 wurde kein Baum mehr beschädigt: 69 sind standhaft geblieben. Und von diesen sind mindestens 8 Arten ideal für diesen Standort, ganz besonders die Grüne Reneklode.

Heute nun präsentiert sich die Anlage nicht nur gesund, sondern auch wuchsfreudig. Und zugleich wurde sie auch zu einer ökologischen Insel in dieser Landschaft: Die artenreiche Begrünung darf auswachsen, schützt dadurch den Boden vor Austrocknung, ist zugleich ein Paradies für Hummeln, Wild- und Honigbienen und vielen anderen Insekten: gewissermaßen eine Insel in einem „toten Meer“. So leben einige Feldhasen darin, auch Eidechsen sichtete man, es summt, krabbelt, raschelt, springt und fliegt  vielerlei Kleingetier. Gemulcht wird einmal jährlich eine meterbreite Gasse zwischen den Reihen. In bester Erinnerung sind mir auch die zwei Veranstaltungen für die Paten geblieben, bei denen Wittur über die Entwicklung der Anlage, die Schnittmaßnahmen und die sich steigernde Biodiversität in diesem halben Hektar informierte.

Slow Food Convivium ist ausgestiegen
Die Gründe sind bisher nicht öffentlich geworden, warum die Leitung des Conviviums Mainfranken_Hohenlohe sich überwarf mit dem Pächter. Fakt ist, die Conviviumleitung ließ – wohl Ende April 2020 – Slow Food Deutschland wissen, dass das Convivium nicht mehr an dieser Streuobstanlage beteiligt wäre und auch jeglicher Hinweis auf das Convivium entfernt worden sei. Die Gründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt, bekannt ist lediglich, dass seitens der Conviviumleitung ein Dissens mit Wittur bestand, der sich auch darin zeigte, dass ihm, so Wittur, sowohl die Pacht als auch die Pflegekosten für einige Jahre bis heute nicht ersetzt wurden. Das letzte Treffen und Gespräch zwischen dem Conviviumleiter und Wittur war im Frühjahr 2019, bei dem es laut Wittur um eine Aktion für die Paten ging.  Auch die Paten – weitestgehend Mitglieder – wurden bis heute nicht vom Rückzug des Conviviums informiert, geschweige denn eine Erklärung der Gründe dafür.

Pächter Wittur macht weiter
Seit 2018 gibt es keinen Ausfall mehr. Die Anlage enthält heute 69 Bäume, also 15 weniger als ursprünglich gepflanzt; sie sind alle gut angewachsen, haben ihre Wurzeln bis zum Wasser durchgeschoben und treiben kräftig Äste, der eine oder andere hatte schon letztes Jahr ein paar Früchte. Wittur als Pächter wird die Anlage im Rahmen von SAM – Soziales Agrarprojekt Mainschleife gUG (Wittur ist einer der beiden Gründer) weiter betreiben und pflegen nach ökologischen Vorschriften. Die einstige Absicht, eine Anlage zu schaffen, in der man alte Sorten pflegen wollte und studieren, wie sie mit dem Klima und dem Standort zurecht kommen, ist nun die Sache von SAM  – aber auch dessen Gewinn die Erkenntnisse aus dem Verhalten der Bäume im Klima der Region. Erkenntnisse, die künftig zweifellos auch Geld wert sind.

©   Hans-Werner Bunz                                   Foto: © Marius Wittur: Streuobstwiese 2018

NEU: „Mitwelt & Einsichten“ – ein Lesebuch

Es hat mich doch gut 2,5 Wochen beschäftigt: Diese Auswahl von 49 Artikeln meines aktuell 100 Beiträge umfassenden Blogs und deren dezente Aktualisierung. Diese 49 sind nun ein Buch geworden: 123 Seiten plus Umschlag. Ein Buch, das vor allem die – aus meiner Sicht – wichtigen Artikel enthält: weil sie nach wie vor aktuell sind. Es ist, wie auch die beiden vorigen – das Kochbüchlein und die Kurzgeschichten – ganz einfach und kostenfrei auf Ihren Rechner herunterzuladen, wenn Sie weiter unten den entsprechenden Button anklicken.

Auch dieses Buch ist ein Lesebuch, also kein Buch zum angucken, denn außer den beiden Umschlagseiten von  Titel- und Rücktitelseite enthält es keine Bilder: Ein Buch zum Lesen also. Und natürlich ist es auch ein Buch, das sich dem Slow Food widmet: Essen muss der Mensch, wenn er/sie leben will, weshalb das Essen die wohl mächtigste Anziehungskraft ist, da niemand daran vorbei kommt. Und wenn man Essen sagt, entstehen sofort landwirtschaftliche Bilder, Bilder von Äckern, von Pflanzen, von Tieren. Aber diese Bilder zeigen keine Vielfalt: Das Spektrum unserer Lebensmittel gründet auf wenigen Standards – bezogen auf die Möglichkeiten. Vor einigen hunderttausend Jahren ernährte sich der Homo sapiens als Sammler und Jäger von mehreren tausend Arten; heute seien es im Wesentlichen 30 Arten – weltweit. Ein Beispiel nur: Die Art „Kartoffel“ gibt es in über 4.000 Unterarten; in Deutschland sind 200 zugelassen, davon sind 150 Speisekartoffeln – aber nur 10 sind die bevorzugten, wobei der Anteil erst jüngst entwickelter hoch ist. Der Schwund der Vielfalt ist enorm, unsere Ernährung basiert auf relativ wenigen Sorten von wenigen Arten. Wenn dieses Buch nachdenklich macht, erreichte es mehr als erwartet.

©   Hans-Werner Bunz               Fotos: © Helga Bunz, Kirschblüte, © Marius Wittur, Fallobs

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Die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Globus, Teil 2

Die Erkenntnisse der Forscher – beschrieben in Teil 1 – zu igrnorieren, den „Kopf in den Sand zu stecken“, wie es so schön im Deutschen heißt, wäre im höchsten Maße töricht, ja, im Grunde ein Verbrechen gegenüber den Kindern und Jugendlichen unserer Zeit: sie vor allem werden mit den im Teil 1 beschriebenen Auswirkungen in der 2. Hälfte unseres Jahrhunderts konfrontiert sein. Wer aber mitwirken will am Reduzieren der Emissionen, muss wissen, was zu tun ist. Ein Versuch dazu war die im Auftrag von Slow Food International durchgeführte Studie der italienischen Meteorologischen Gesellschaft, die versuchte, herauszufinden, was hinter dem steckt, was wir essen. Dafür entwickelte man verschiedene Einstufungsmethoden für die Lebenszyklen vieler Lebensmittel, meist basierend auf freigesetzten CO2-Kilos pro Kilo Lebensmittel. Doch nach Ansicht der Meteorologischen Gesellschaft waren die ermittelten Ergebnisse aus mehreren Gründen unbefriedigend, weil vieles für den Konsumenten unverständlich, zu schwer vergleichbar und schwer zu verstehen war. Außerdem konnten nicht alle Faktoren berücksichtig werden, wie z.B. der Einfluss der Entstehungsmethoden des jeweiligen Erzeugers auf die biologische Vielfalt, der Grad der Bodenpflege, die Menge der Abfälle entlang der Produktionskette, um nur einiges zu nennen, aber auch ob und wie die Produktion die lokale Kultur und die soziale Nachhaltigkeit berücksichtigt und anderes mehr.
Komplexität erfordert umfassende Kennzahlen. Doch bis diese bestimmt und die Untersuchungen durchgeführt und bewertet sind, werden noch viele Jahre vergehen. Die Empfehlung der Autoren der oben erwähnten Studie ist daher: Wenn nur Lebensmittel aus Bio-Landwirtschaft gekauft und verspeist werden, hat dies einen positiven Einfluss auf Klima und Mitwelt. Mit anderen Worten: Das Vermeiden von Agrarchemie plus kurze Vertriebswege heißt nichts anderes, als möglichst saisonale Produkte zu wählen aus der Region, in der man lebt. Und: Nicht minder wichtig ist, den Fleischkonsum zu reduzieren, insbesondere jenen aus Massentierhaltung.

Das Agrar-Lebenmittelsystem beinflusst das Klima
– Die Landwirtschaft ist verantwortlich für 21 % der globalen Emissionen klimaschädlicher Gase. Ursache sind partikuläre Veränderungen der Landnutzung sowie die Art und Weise der Viehhaltung in hyperintensiven landwirtschaftlichen Systemen.  Das Pradox: die Landwirtschaft ist nicht nur elementarer Mitverursacher des Klimawandels, sondern auch ihr Opfer.
– Kohlenstoff, eines der wesentlichsten Lebenselemente, steckt in allen Lebensmitteln und hat wesentlichen Einfluss auf das Klima und die Ökologie; diesen Einfluss zu kennen ist zwingend.
– Kleine landwirtschaftliche Betriebe – bezogen auf Deutschland sind das  familiengeführte Betriebe – mit engen Verbindungen zur lokalen Region können die strategische Antwort sein mit positiven Wirkungen auf die Mitwelt (im Sinne von Umwelt) und auf die globale Lebensmittelsicherheit.
– Industrielle Landwirtschaftsmodelle sind nicht nachhaltig im Gegensatz zu ökologischen; letztere sind fähig, landwirtschaftliche Produktivität aufrecht zu erhalten bei gleichzeitig verwirklichter ökonomischer und sozialer Leistung – und dies bei weniger Mitweltbeschädigung.

Schlussfolgerung
• Das agro-ökologische Modell mit seinen verschiedenen agrokulturellen Techniken und deren nachhaltigen Anwendungen haben das Potential, einen größeren systematischen Ansatz zur Lebensmittelsicherheit zu erzwingen.
• Ein nachhaltiges Netzwerk ist erforderlich mit komplexen Beziehungen zwischen Phasen und Subjekten der Lebensmittelproduktion.
• Agrokulturelle Modelle sind Elemente in einem Verbundsystem ländlicher, suburbaner und urbaner Dimensionen auf lokalen, regionalen, nationalen und globalen Niveaus, die spezifische Benefits für die globale Lebensmittelsicherheit produzieren (JRC, 2015).
• Tausende Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika zeigen: Agroökologie ist eine gute wissenschaftliche, technische und methodische Basis, die  Kleinbauern unterstützt für eine nachhaltige, widerstandsfähige, landwirtschaftliche Produktion für die gegenwärtigen und zukünftigen Lebensmittelbedürfnisse (Altieri et al., 2015).
• Es sind die Kleinbauern, die eine zentrale Rolle spielen in der globalen Lebensmittelsicherheit: über 70 % der globalen Lebensmittel produzieren sie.
Aber: Politische Entscheider, Fonds und internationalen Organisationen versuchen, agroökologische Themen aus internationalen Debatten fernzuhalten; aus politischen und ideologischen Gründen favorisieren sie effizientere, sofortige und hochprofitable Lösungen – egal, was es die Landschaften, die Natur und die Menschen kostet.

Siehe auch Beitrag
Ökologische Belastungsgrenzen unseres Globus Teil 1

©   Hans-Werner Bunz                                                                Illustration: Steffen et al. 2015

 

Textgrundlage: Climate Change and Food Systems, Luca Mercalli, Alessandra Buffa, Guglielmo Ricarda; das geschützte pdf-Dokument (in Englisch) kann aufgerufen werden zum Herunterladen:

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